Anschuldigungen von heimlichen sexuellen Treffen belasten Priester aus dem Norden Portugals

Anschuldigungen von heimlichen sexuellen Treffen belasten Priester aus dem Norden Portugals

Die Gerichtspolizei von Oporto untersucht eine Anzeige, die auf die mögliche Abhaltung sexueller Treffen zwischen Männern in Pfarrhäusern und anderen Räumen im Norden Portugals hinweist, mit der mutmaßlichen Beteiligung von Priestern der Diözesen von Oporto und Braga.

Die Information wurde vom portugiesischen Tagesblatt Correio da Manhã veröffentlicht, das angibt, Zugang zur den Behörden vorgelegten Anzeige und zu Zeugenaussagen eines der Teilnehmer an diesen Treffen erhalten zu haben.

Laut dem Anzeigeersteller wurden die Treffen über homosexuelle Kontakt-Apps wie Grindr organisiert und anschließend über WhatsApp-Gruppen koordiniert, in denen Passwörter und Standorte für den Zugang zu den Partys geteilt wurden.

Die Anzeige erwähnt Priester und Pfarrhäuser

Laut dem vom portugiesischen Medium veröffentlichten Bericht sollen einige dieser Treffen in Pfarrhäusern, Motels und anderen privaten Räumen stattgefunden haben.

Der Anzeigeersteller versicherte, dass an den Treffen Männer mit sehr unterschiedlichen Profilen teilnahmen, darunter mehrere Priester. Er behauptete außerdem, dass während der Partys alkoholische Getränke, Drogen und stimulierende Substanzen konsumiert wurden.

Die Anzeige würde Namen, Telefonnummern und andere Daten mehrerer Priester enthalten, die hauptsächlich der Diözese von Oporto angehören.

Laut Correio da Manhã hätte der Informant zudem seine Bereitschaft erklärt, Nachrichten, Fotos und Videos der Gerichtspolizei zu übergeben, falls er formell von den Behörden dazu aufgefordert wird.

Die Priester leugnen die Vorwürfe

Die portugiesische Zeitung gibt an, mehrere der in der Anzeige genannten Priester kontaktiert zu haben, einschließlich eines der mutmaßlichen Organisatoren der Treffen. Alle wiesen eine Beteiligung an solchen Aktivitäten zurück.

Einer von ihnen warnte der Zeitung zufolge sogar vor möglichen gerichtlichen Schritten, um die Veröffentlichung seiner Identität zu verhindern.

Bisher wurden öffentlich keine verifizierten Beweise vorgelegt, und es sind keine konkreten gerichtlichen Verfahren gegen einen der genannten Priester bekannt.

Die Diözese von Oporto versichert, keine Anzeigen erhalten zu haben

Die Diözese von Oporto erklärte, keine vorherige Kenntnis der angezeigten Vorfälle gehabt zu haben und keine formelle Anzeige im Zusammenhang mit dem Fall erhalten zu haben.

In einer am Tag veröffentlichten Erklärung teilte die Diözese mit, dass sie über die Situation durch die Medien informiert wurde, und kündigte an, bei der Aufklärung der Tatsachen mitzuwirken und die Normen des kanonischen Rechts anzuwenden, falls unangemessenes Verhalten bestätigt wird.

Ein neuer Brennpunkt der Spannungen für die portugiesische Kirche

Der Fall hat in Portugal eine starke mediale Wirkung hervorgerufen aufgrund der Schwere der Vorwürfe und der möglichen missbräuchlichen Nutzung kirchlicher Räume für Aktivitäten, die mit dem priesterlichen Leben unvereinbar sind.

Derzeit befinden sich die Anzeigen in einer vorläufigen Phase, und es gibt keine Eröffnung kanonischer Verfahren oder formelle gerichtliche Anklagen gegen die genannten Priester.

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