Die Basilika San Marco in Venedig beherbergte eine bedeutende ökumenische Feier anlässlich des Besuchs des koptisch-orthodoxen Papstes Tedros II, der eine Göttliche Liturgie zusammen mit Mitgliedern seiner Delegation in der Kirche leitete, in der die Reliquien des Evangelisten San Marco verehrt werden.
Der Besuch wurde vom koptischen Erzbischof Angaelos über seine sozialen Medien bekanntgegeben, wo er den Tag als „einen sehr besonderen Morgen“ beschrieb, der in der historischen venezianischen Basilika gefeiert wurde, einem der Haupt-symbole des östlichen und westlichen Christentums.
Nach der liturgischen Feier fand ein brüderliches Treffen zwischen Tedros II, der koptischen Delegation und dem katholischen Patriarchen von Venedig, Francesco Moraglia, statt. Wie der Erzbischof Angaelos selbst erklärte, verlief das Treffen in einer Atmosphäre der Herzlichkeit und Nähe.
Der Besuch hat einen starken symbolischen Wert für die koptisch-orthodoxe Kirche, da San Marco als Gründer des Sitzes von Alexandria und erster Patriarch der koptischen Kirche gilt. Die Reliquien des Evangelisten wurden im 9. Jahrhundert nach Venedig überführt und werden seither in der nach ihm benannten Basilika aufbewahrt.

Die Geste rahmt sich zudem in die ökumenischen Kontakte zwischen Katholiken und koptisch-orthodoxen Christen ein, die in den letzten Jahrzehnten besonders intensiviert wurden nach den Treffen zwischen San Paolo VI und Shenuda III sowie anschließend zwischen dem Papst Franziskus und Tedros II.
Die verbreiteten Bilder zeigen Tedros II, wie er die Liturgie nach dem koptischen Ritus in der venezianischen Basilika feiert, begleitet von zahlreichen Klerikern, die mit traditionellen weißen Ornaten der koptisch-orthodoxen Kirche bekleidet sind.