Die nächste Weltjugendtag (JMJ) in Seoul 2027 wird fünf Schutzpatrone haben. So hat es der Lokale Organisausausschuss (COL) in einer Mitteilung angekündigt, in der er sie als Vorbilder des Glaubens und als Führer für die Jugendlichen durch das Zeugnis ihrer Leben vorstellt.
Die fünf Schutzpatrone des JMJ Seoul 2027
Die gewählten Patrone sind der heilige Johannes Paul II. (1920–2005), Gründer der Weltjugendtag; der heilige Andreas Kim Taegon (1821–1846) und seine Gefährtenmärtyrer, erster katholischer koreanischer Priester; die heilige Franziska Xavier Cabrini (1850–1917), Missionarin, die sich den Migranten und den Bedürftigsten widmete; die heilige Josephine Bakhita (1869–1947), Ordensschwester, die die Erfahrung der Sklaverei vor ihrer Bekehrung durchlebte; und der heilige Carlo Acutis (1991–2006), Jugendlicher, bekannt für sein Zeugnis im digitalen Bereich.
Wie der COL erklärt, repräsentiert jeder von ihnen einen konkreten Weg des christlichen Lebens in vielfältigen Kontexten, von der Verfolgung bis hin zur missionarischen Tätigkeit oder dem Zeugnis im Alltag.
Ein Auswahlprozess mit Beteiligung der Jugend
Die Auswahl der Patrone begann Ende 2024 durch eine nationale Umfrage, an der Jugendliche, Pastoralmitarbeiter und Ausbilder teilnahmen. Nach einer Phase der Prüfung der Kandidaten führte der Lokale Organisausausschuss die endgültige Auswahl durch.
Daraufhin widmete eine Gruppe junger Freiwilliger zwei Monate damit, das Leben und die Spiritualität der fünf Heiligen zu vertiefen. Auf Basis dieser Arbeit erstellten sie Gebete und symbolische Darstellungen für jeden von ihnen, mit dem Ziel, ihr Zeugnis für die neuen Generationen hervorzuheben.
Farrell: Die Heiligkeit ist ein aktueller Ruf
Der Kardinal Kevin Farrell, Präfekt des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, betonte in der Mitteilung die Rolle der Schutzpatrone bei der Vorbereitung auf den JMJ. Wie er ausführte, helfen diese Figuren den Jugendlichen, über die christliche Berufung in ihren verschiedenen Formen – tauflich, priesterlich, religiös und ehelich – nachzudenken und großzügig dem Nachfolge Christi zu antworten.
Der Kardinal äußerte zudem seinen Wunsch, dass das Beispiel dieser Heiligen den Jugendlichen hilft zu verstehen, dass die Heiligkeit kein ferner Ideal ist, sondern ein konkreter Ruf, der auch in Kontexten gekennzeichnet durch Schwierigkeiten oder Verfolgungen gelebt werden kann.
Der Erzbischof von Seoul hebt ihre universelle Dimension hervor
Der Erzbischof von Seoul, Peter Soon-taick Chung, Präsident des Lokalen Organisausausschusses, wies darauf hin, dass die gewählten Patrone verschiedene Kontinente und Generationen umfassen und somit vielfältige Referenzen für die Jugendlichen bieten.
Der Prälat äußerte seine Hoffnung, dass die Teilnehmer am JMJ eine spirituelle Verbindung zu diesen Heiligen aufbauen und in ihnen eine Führung finden, um den Glauben in der gegenwärtigen Realität zu leben.
Digitale Initiativen, um die Jugendlichen näherzubringen
Der COL hat verschiedene Inhalte auf der offiziellen Website und in sozialen Medien gestartet, um das Leben und die Spiritualität der Patrone zu verbreiten. Zu diesen Initiativen gehört ein interaktives Tool mit dem Titel „Entdecke deinen Schutzpatron“, das den Nutzern ermöglicht, einen Fragebogen zu beantworten, um Affinitäten zu einem der fünf Heiligen zu identifizieren.