Papst Leo XIV hat auf die jüngsten Initiativen reagiert, die in Deutschland vom Kardinal Reinhard Marx für die Segnung von Paaren in unregelmäßigen Situationen und gleichgeschlechtlichen Paaren vorangetrieben werden, und betonte erneut, dass der Heilige Stuhl solche Praktiken in ihrer formellen Form nicht genehmigt.
Die Intervention des Pontifex, inmitten des Gesprächs mit den Journalisten während des Rückflugs nach Rom, erfolgt nach der Veröffentlichung von pastoralen Richtlinien in der Erzdiözese München zur Segnung solcher Verbindungen, im Einklang mit der offenen Debatte des deutschen Synodalen Wegs, in der verschiedene Bischöfe diese Praktiken in den letzten Jahren verteidigt haben.

Segnung der Personen, nicht der Verbindungen
In seiner Antwort betonte Leo XIV, dass der Vatikan bereits mit den deutschen Bischöfen dialogiert hat und seine Position klar gemacht hat: Die Segnung von Paaren – einschließlich gleichgeschlechtlicher oder in unregelmäßigen Situationen – ist über das hinaus, was der Heilige Stuhl festgelegt hat, nicht erlaubt.
Der Papst unterschied zwischen der Segnung der Personen und der der Verbindungen. Er erklärte, dass die Kirche „alle Personen“ segnen kann, wie es in der abschließenden Segnung der Messe geschieht, aber ohne dass dies Situationen validiert, die der Lehre widersprechen.
Warnung hinsichtlich der Einheit der Kirche
Leo XIV warnte auch vor dem Risiko, dass solche Initiativen Spaltungen innerhalb der Kirche verursachen. Sein Urteil: Weiterzugehen als Erlaubtes könnte zu größerer Uneinigkeit führen, weshalb er auf die Notwendigkeit beharrte, die Einheit um Christus und seine Lehre zu bewahren.
In diesem Kontext erinnerte der Papst daran, dass die christliche Moral nicht ausschließlich auf sexuelle Fragen reduziert werden kann, und wies auf andere Bereiche wie Gerechtigkeit, Gleichheit oder Religionsfreiheit hin als Themen von großer Relevanz im Leben der Kirche.