Die United States Conference of Catholic Bishops (USCCB) hat die traditionelle Lehre der Kirche über den gerechten Krieg aufgrund kürzlicher öffentlicher Kommentare zur katholischen Lehre in Bezug auf Krieg und Frieden erneut bekräftigt.
In einer Erklärung betonte Bischof James Massa, Präsident des Doktrinkomitees der USCCB, dass die Kirche seit mehr als tausend Jahren die Prinzipien des „gerechten Krieges“ gelehrt hat, eine Tradition, die nach Ansicht der USCCB Papst Leo XIV in seinen jüngsten Interventionen im Sinn hatte.
Die legitime Verteidigung als einziges moralisches Rahmenwerk
Msgr. Massa erklärt, dass eines der konstanten Prinzipien dieser Lehre ist, dass eine Nation nur in legitimer Verteidigung und als letztes Mittel zu den Waffen greifen kann, nachdem alle friedlichen Wege ausgeschöpft sind.
In diesem Sinne zitierte der Bischof den Katechismus der Katholischen Kirche und erinnerte daran, dass der Einsatz von Gewalt nur dann moralisch legitim sein kann, wenn es sich um eine Antwort auf eine reale und aktive Aggression handelt.
Eine treue Interpretation der Worte des Papstes
Der Vertreter der US-amerikanischen Bischöfe insistierte darauf, dass die Worte von Papst Leo XIV innerhalb dieser Tradition interpretiert werden müssen, und wies darauf hin, dass der Pontifex keine persönliche Meinung äußert, sondern sein Amt als universeller Hirte der Kirche ausübt.
Insbesondere bezog er sich auf die Aussage des Papstes, dass Gott „die Gebete derer, die Krieg führen, nicht hört“, und betonte, dass dieser Ausdruck in die moralische Verurteilung ungerechter Aggression eingebettet ist.
Ein ständiger Aufruf zum Frieden
Die Erklärung schließt mit der Erinnerung, dass die beständige Lehre der Kirche alle Menschen guten Willens auffordert, für einen dauerhaften Frieden zu arbeiten und die Ungerechtigkeiten und Übel zu vermeiden, die jeden bewaffneten Konflikt begleiten.
In diesem Sinne wiederholen die Bischöfe, dass selbst im Rahmen der Lehre vom gerechten Krieg der Frieden das ultimative Ziel und die fundamentale moralische Referenz für politisches und soziales Handeln bleibt.
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