Die deutschen Bischöfe werden den Vatikan bitten, Laien die Predigt in der Messe zu erlauben.

Die deutschen Bischöfe werden den Vatikan bitten, Laien die Predigt in der Messe zu erlauben.
Mons. Heiner Wilmer, presidente de la Conferencia Episcopal Alemana

Die Deutsche Bischofskonferenz wird der Heiligen Stuhl formell um die Erlaubnis bitten, qualifizierten Laien zu erlauben, während eucharistischen Feiern zu predigen. Die Entscheidung wurde vom neuen Präsidenten des Bischofskollegiums, Bischof Heiner Wilmer, am Ende der Frühjahrsvollversammlung in Würzburg angekündigt.

Wie das deutsche Portal Katholisch berichtete, haben die Bischöfe eine Regelung zum Predigtdienst genehmigt, die vorsieht, dass ordnungsgemäß ausgebildete und offiziell beauftragte Frauen und Männer diese Funktion in der Messe übernehmen können. Für das Inkrafttreten der Regelung ist die entsprechende Genehmigung Roms erforderlich.

Anwendung eines Textes vom Synodalen Weg

Die Initiative erfüllt einen der im deutschen Synodalen Weg genehmigten Texte, den Reformprozess, der 2019 begonnen wurde und Veränderungen in verschiedenen Bereichen des kirchlichen Lebens vorgeschlagen hat.

Wilmer erklärte, dass er die Regelung persönlich auf seiner nächsten Reise nach Rom mitnehmen werde, um die vatikanische recognitio zu beantragen und den Inhalt des Projekts den zuständigen Verantwortlichen vorzustellen.

Derzeit reserviert das Kirchenrecht (Kan. 767 §1) die Homilie innerhalb der eucharistischen Feier dem Priester oder Diakon, weshalb jede Änderung eine explizite Erlaubnis des Heiligen Stuhls erfordern würde.

Synodalität und nächste Schritte in Rom

Im Rahmen desselben Besuchs in Rom plant der Präsident der Bischofskonferenz, auch die Genehmigung der Statuten der zukünftigen deutschen Synodalen Konferenz zu beantragen, die als stabiles Organ konzipiert ist, um dem vom Synodalen Weg initiierten Prozess Kontinuität zu geben.

Während der Vollversammlung behandelten die Bischöfe außerdem Fragen im Zusammenhang mit der Integration der Ergebnisse des Universalsynods in das pastorale Leben in Deutschland sowie Angelegenheiten bezüglich der Prävention und Wiedergutmachung sexuellen Missbrauchs.

Wilmer, der diese Woche als neuer Präsident anstelle von Georg Bätzing gewählt wurde, betonte, dass es seine Absicht sei, die innere Einheit innerhalb des Bischofskollegiums zu stärken und eine vermittelnde Rolle bei den bestehenden Differenzen zu spielen.

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