Papst Leo XIV hat in einer privaten Audienz den Kardinal Gianfranco Ghirlanda, den Protektor des Souveränen Ritterordens von Malta, und den Großmeister des Ordens, Fra’ John Timothy Dunlap, empfangen, in einem Treffen, das diesen Donnerstag im Vatikan stattfand.
Das Treffen findet zu einem Zeitpunkt statt, der von Berichten geprägt ist, die auf mögliche Veränderungen in der Führung des Ordens hindeuten, inmitten des laufenden Reformprozesses, der in den letzten Jahren begonnen wurde.
Ein Treffen inmitten des Reformprozesses
Kardinal Ghirlanda wurde 2023 von Papst Franziskus als Protektor des Ordens von Malta ernannt, mit dem Auftrag, seine institutionelle Umstrukturierung zu begleiten.
Sein Profil, das mit dem juristischen Bereich verbunden ist, war eng mit dieser Übergangsphase in einer Institution verknüpft, die durch ihren doppelten Charakter einzigartig ist: religiös und souverän.
Roche, ein Name mit Gewicht innerhalb des Ordens
Die Audienz fällt mit Berichten zusammen, die den Kardinal Arthur Roche, den derzeitigen Präfekten des Dikasteriums für den Gottesdienst, als möglichen Nachfolger von Ghirlanda positionieren.
Roche ist dem Orden von Malta nicht fremd: Er ist seit 2016 Mitglied und pflegt eine gefestigte Beziehung zu seiner aktuellen Führung, insbesondere zum Großmeister, Fra’ John Dunlap.
Diese Verbindung wurde besonders 2023 sichtbar, als er eine der höchsten Auszeichnungen des Ordens erhielt, was sein Profil als möglicher Kandidat im Falle einer Ablösung stärkt.
Ein mögliches Manöver innerhalb der kurialen Logik
Das Amt des Protektors des Ordens von Malta dient als Verbindung zwischen dem Heiligen Stuhl und dieser Institution, wobei es für ihre kirchliche Identität und ihre Gemeinschaft mit der Kirche sorgt.
In der Vergangenheit wurde diese Position von Kardinälen besetzt, nachdem sie größere Verantwortungen in der Kurie niedergelegt hatten, was einige dazu veranlasst hat, den möglichen Wechsel von Roche in diesem institutionellen Kontext zu interpretieren.
Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung seitens des Vatikans zu Veränderungen in der Protektur des Ordens.
Eine Schlüsselinstitution im internationalen Gefüge
Der Souveräne Ritterorden von Malta unterhält eine relevante internationale Präsenz mit diplomatischer Aktivität und umfangreicher humanitärer Arbeit, was jede Bewegung in seiner Struktur zu einer Angelegenheit von besonderem Interesse im kirchlichen Bereich macht.
Das Treffen mit dem Papst reiht sich in die übliche Beziehung zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Orden ein, obwohl der aktuelle Kontext der Audienz eine zusätzliche Bedeutung verleiht.