Nach Jahren der Unsicherheit, Blockade und institutionellen Stille kündigen die Heraldos del Evangelio die Wiederaufnahme ihrer Ordinationen an, in einer Bewegung, die einen signifikanten Wendepunkt in einem der kontroversesten Prozesse der letzten Jahre innerhalb der Kirche markiert.
Die Clerical Society of Apostolic Life of Pontifical Right Virgo Flos Carmeli hat bestätigt, dass während der Oktav von Ostern die diakonischen und priesterlichen Ordinationen von Dutzenden ihrer Mitglieder stattfinden werden, was – zumindest faktisch – einem Stillstand ein Ende setzt, der seit 2019 anhielt.
Die Ankündigung: Ordinationen in der vollen Oktav von Ostern
Laut den von den Heraldos del Evangelio selbst verbreiteten Informationen werden am 11. April 31 neue Diakone geweiht, während am 12. April, dem Sonntag der Barmherzigkeit, 26 Diakone das Priesteramt erhalten.
Die diakonische Weihe wird von Mons. Fernando José Monteiro Guimarães, emeritiertem Erzbischof des Militärordinariats von Brasilien, vorgenommen, während die priesterliche Ordination vom Kardinal Raymundo Damasceno Assis, emeritiertem Erzbischof von Aparecida und aktuellen päpstlichen Kommissar, geleitet wird.
Die Ankündigung ist in einem ausgeprägt spirituellen Ton gehalten, der dem Osterzeitraum eigen ist, und betont die ekklesiale und vokationale Dimension des Ereignisses, während sie diese Ordinationen der Fürsprache der Jungfrau Maria anvertraut.
Ein Entblocken nach Jahren der Intervention
Seit der vatikanischen Intervention, die 2017 begonnen und später mit der Ernennung eines päpstlichen Kommissars 2019 verstärkt wurde, waren die Ordinationen bei den Heraldos ausgesetzt, was direkt Dutzende von Berufungen betraf, die in Wartestellung verblieben, ohne eine klare öffentliche Erklärung.
Während dieser Zeit wurde die Situation als ein prolongierter, opaker und erdrückender Prozess beschrieben, in dem keine formellen Anklagen konkretisiert wurden und kein klarer Horizont der Normalisierung etabliert wurde.
Ausstehende Klärungen
Die Wiederaufnahme der Ordinationen bedeutet zweifellos eine Veränderung des Szenarios. Aber sie schließt den Fall nicht.
Offen bleiben grundlegende Fragen zur Leitung des Prozesses, seiner Dauer, seinen Motiven und seinen Konsequenzen. Die Rolle des Dikasteriums für das geweihte Leben unter der Verantwortung von Schwester Simona Brambilla – sowie zu ihrer Zeit des Kardinals João Braz de Aviz – ist entscheidend für die Verlängerung einer Intervention, die sich über Jahre erstreckt hat, ohne eine überzeugende öffentliche Erklärung.
Was nun faktisch zu entblocken beginnt – einschließlich der Wiederaufnahme der Ordinationen – wartet weiterhin auf eine klare und vollständige Erklärung durch jene, die diesen Prozess von Rom aus geleitet haben.
Trotzdem sind die geplanten Ordinationen ein Grund zur Hoffnung. Nach Jahren des Wartens können Dutzende von Berufungen endlich im Dienst der Kirche konkretisiert werden und erinnern daran, dass, selbst inmitten komplexer Prozesse und kontroverser Entscheidungen, die Gnade ihren Weg bahnt und Frucht bringt in jenen, die in ihrem Ruf ausgeharrt haben.