Evangelium des Tages 29. März 2026 – Matthäus 27,11-54

Erste Lesung

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch Isaias

Isaias 50, 4-7

Damals sprach Isaias:
„Der Herr hat mir eine geschickte Zunge gegeben,
damit ich den Ermatteten durch ein Wort aufrichte.

Morgen für Morgen weckt er mein Ohr,
damit ich wie ein Jünger höre.
Der Herr Gott hat mir das Ohr geöffnet
und ich habe mich nicht widersetzt
und bin nicht zurückgewichen.

Meinen Rücken habe ich hergegeben denen, die mich schlugen,
meine Wangen denen, die mir den Bart ausrauten.
Mein Antlitz habe ich nicht versteckt vor Schmach und Speichel.

Der Herr Gott hilft mir,
darum werde ich nicht zuschanden,
darum habe ich mein Antlitz hart gemacht wie einen Kieselstein
und weiß, dass ich nicht zuschanden werde“.

Zweite Lesung

Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Philipper

Philipper 2, 6-11

Christus Jesus, der, obgleich er in Gottes Gestalt war,
es nicht als Raub hielt, gleich Gott zu sein,
sondern sich entäußerte
und die Gestalt eines Knechtes annahm
und den Menschen gleich wurde.
In dieser Gestalt erschien er als Mensch
und erniedrigte sich selbst
durch Gehorsam bis zum Tod,
ja zum Tod am Kreuz.

Darum hat ihn Gott über alle erhöht
und ihm den Namen geschenkt,
der über allen Namen ist,
damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge
derer in Himmel und auf Erden und unter der Erde
und jede Zunge bekenne:
Jesus Christus ist der Herr,
zur Ehre Gottes, des Vaters.



Evangelium

Leidensgeschichte unseres Herrn Jesus Christus nach dem heiligen Matthäus

Matthäus 27, 11-54

Jesus trat vor den Statthalter, Pontius Pilatus, der ihn fragte: „Bist du der König der Juden?“ Jesus antwortete: „Du sagst es“. Er antwortete aber nichts auf die Anklagen der Hohenpriester und Ältesten. Da sagte Pilatus zu ihm: „Hörst du nicht, was alles gegen dich vorgetragen wird?“ Er antwortete ihm aber nichts, so dass der Statthalter sehr erstaunt war. Zum paschafesten Brauch pflegte der Statthalter der Menge den Gefangenen freizugeben, den sie wollten. Zu jener Zeit hatte man einen berüchtigten Gefangenen namens Barabbas. Daher sagte Pilatus zu den Versammelten: „Wen soll ich euch freilassen: Barabbas oder Jesus, den man den Messias nennt?“ Denn er wusste, sie hatten ihn aus Neid ausgeliefert.

Während er nun im Richterstuhl saß, ließ seine Frau ihm sagen: „Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn heute habe ich viel im Traum gelitten seinetwegen“.

Die Hohenpriester und Ältesten aber überredeten die Menge, um den Barabbas zu bitten und Jesus umzubringen. Als nun der Statthalter fragte: „Wen von den beiden soll ich euch freilassen?“, sagten sie: „Barabbas“. Pilatus sprach zu ihnen: „Was soll ich denn mit Jesus machen, den man den Messias nennt?“ Sie sprachen alle: „Er werde ans Kreuz geschlagen!“ Pilatus sprach: „Was hat er denn Böses getan?“ Sie aber schrien nur umso lauter: „Er werde ans Kreuz geschlagen!“ Da nun Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Tumult entstand, ließ er Wasser bringen und wusch sich die Hände vor der Menge und sprach: „Ich bin unschuldig am Blut dieses Gerechten; seht zu!“ Da antwortete das ganze Volk und sprach: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ Da gab er Barabbas frei. Jesus aber ließ er geißeln und überlieferte ihn der Kreuzigung.

Die Soldaten des Statthalters führten Jesus in das Prätorium und versammelten um ihn die ganze Kohorte. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um. Sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf das Haupt; in seine Rechte gaben sie ihm einen Rohrstock und huldigten ihm knieend und sprachen: „Sei gegrüßt, König der Juden!“ Und sie spieen ihn an. Dann nahmen sie ihm den Rohrstock und schlugen ihm damit auf das Haupt. Nachdem sie ihren Spott mit ihm getrieben, zogen sie ihm den Mantel aus und legten ihm seine eigenen Kleider an und führten ihn hin, um ihn zu kreuzigen.

Auf dem Weg hinaus fanden sie einen Mann aus Kyrene mit Namen Simon; den zwangen sie, sein Kreuz zu tragen. Als sie an einen Ort namens Golgota kamen, das heißt Schädelstätte, gaben sie Jesus Wein mit Galle vermischt zu trinken; als er ihn kostete, wollte er nicht trinken. Die ihn kreuzigten teilten seine Kleider unter sich, indem sie das Los warfen, und setzten sich hin und bewachten ihn. Über sein Haupt befestigten sie die Überschrift seiner Schuld: „Dies ist Jesus, der König der Juden“. Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, einen zur Rechten und einen zur Linken.

Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, indem sie die Köpfe schüttelten und sprachen: „Du, der du den Tempel zerstörst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, so steige vom Kreuz herab!“ Ebenso spotteten die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: „Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Wenn er der König Israels ist, so steige er jetzt vom Kreuz herab, dann werden wir an ihn glauben. Er hat auf Gott vertraut; der rette ihn jetzt, wenn er ihn will; denn er hat gesagt: ‚Ich bin Gottes Sohn‘ “. Auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.

Von der sechsten Stunde an bis zur neunten Stunde war Finsternis über das ganze Land. Um die neunte Stunde erhob Jesus einen lauten Schrei und sprach: „Eli, Eli, lema sabachthani?“, das heißt: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Einige der Anwesenden, als sie das hörten, sprachen: „Er ruft den Elias“.

Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm, tauchte ihn in Essig und steckte ihn an ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die Übrigen aber sprachen: „Warte! Wir wollen sehen, ob Elias kommt, ihn zu retten“. Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und hauchte seinen Geist aus.

Hier knien alle nieder und schweigen einige Augenblicke.

Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke von oben bis unten, die Erde erbebte und die Felsen zerrissen. Die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt. Und nach der Auferstehung Jesu gingen sie aus ihren Gräbern hervor, kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Der Hauptmann aber und die mit ihm Jesus bewachten, als sie das Erdbeben sahen und das, was da geschah, fürchteten sie sehr und sprachen: „Wahrlich, dieser war Gottes Sohn“.

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