Die Euthanasie von Noelia, einer 25-jährigen jungen Frau in Barcelona, wird diesen Donnerstag um 18:00 Uhr angewendet, nachdem die Justiz in den letzten Stunden den letzten Versuch ihres Vaters abgelehnt hat, das Verfahren zu stoppen, wie El Mundo berichtet. Die gerichtliche Entscheidung räumt alle Hindernisse für die Durchführung der assistierten Sterbehilfe aus, nach mehr als zwei Jahren Kampf vor Gericht.
Die Resolution erfolgt in einem Kontext wachsender sozialer und kirchlicher Besorgnis. Die Unterkommission für Familie und Verteidigung des Lebens der Spanischen Bischofskonferenz (CEE) hat eine Notiz veröffentlicht, in der sie erklärt, dass sie „mit tiefem Schmerz die Situation von Noelia betrachtet“, und betont, dass ihr Fall „nicht nur im Sinne individueller Autonomie interpretiert werden kann“.
Die Justiz lehnt den letzten Einspruch des Vaters ab
Das Gericht in Barcelona hat diesen Donnerstag einen neuen Antrag des Vaters der jungen Frau abgewiesen, der über Abogados Cristianos eingereicht wurde, um die Euthanasie auszusetzen. Der Antrag wurde nur Stunden vor ihrer Anwendung gestellt.
Es handelt sich um den zweiten kürzlichen Versuch des Vaters, das Verfahren zu stoppen, nachdem ein erster Antrag, der am 19. März eingereicht wurde, ebenfalls von der Richterin abgewiesen worden war.
Mit dieser letzten gerichtlichen Entscheidung wird die im Juli 2024 von der Garantie- und Bewertungskommission Kataloniens erteilte Genehmigung endgültig, die einstimmig den Antrag auf Euthanasie genehmigte, den Noelia im April desselben Jahres gestellt hatte.
Die Bischofskonferenz warnt: „Es ist kein medizinischer Akt“
Angesichts der bevorstehenden Anwendung der Euthanasie hat die Spanische Bischofskonferenz – bereits sehr spät – eine Notiz veröffentlicht, in der sie darauf besteht, dass „Euthanasie und assistierter Suizid kein medizinischer Akt sind, sondern die bewusste Unterbrechung des Bandes der Fürsorge“.
Die Bischöfe betonen, dass der Fall von Noelia nicht auf eine terminale Erkrankung zurückzuführen ist, sondern auf eine Situation des Leidens, die „Aufmerksamkeit, Behandlung und Hoffnung“ erfordert, und warnen, dass die Darstellung des Todes als Lösung „eine soziale Niederlage“ darstellt.
Darüber hinaus erinnern sie daran, dass die Würde der Person „nicht von ihrem Gesundheitszustand oder ihrer subjektiven Wahrnehmung des Lebens abhängt“, und fordern eine Antwort basierend auf Begleitung, angemessener Pflege und umfassender Unterstützung.
Aufruf zu einer Kultur der Fürsorge
Die Unterkommission für Familie und Verteidigung des Lebens hat ihre Nähe zur jungen Frau und ihrer Familie zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig zu einer Stärkung der Ressourcen für psychologische Betreuung und Unterstützungsnetzwerke aufgerufen.
„Wenn das Leben schmerzt, kann die Antwort nicht darin bestehen, den Weg zu verkürzen, sondern ihn gemeinsam zu gehen“, schließen die Bischöfe in einer Botschaft, die die Verantwortung der gesamten Gesellschaft in Situationen extremer Leiden anspricht.