Evangelium des Tages 23. März 2026 – Johannes 8, 1-11

Erste Lesung

Lesung aus der Prophetie Daniels

Daniel 13, 41-62

Zu jener Zeit glaubte die Versammlung den Ältesten, die Susanna verleumdet hatten, und verurteilte sie zum Tod. Da erhob Susanna laut die Stimme und rief: „Ewiger Gott, der du die Geheimnisse kennst und alles weißt, bevor es geschieht, du weißt, dass diese mir ein falsches Zeugnis gegeben haben. Und ich werde sterben, ohne etwas von dem getan zu haben, was ihre Bosheit gegen mich ersonnen hat.“ Der Herr hörte ihre Stimme. Als Susanna zum Ort der Hinrichtung geführt wurde, erregte der Herr in einem Knaben namens Daniel den heiligen Antrieb, laut zu rufen: „Ich bin nicht verantwortlich für das Blut dieser Frau.“

Das ganze Volk wandte sich um und fragte ihn: „Was sagst du da?“ Da trat Daniel in ihre Mitte und antwortete ihnen: „Ihr Israeliten, wie könnt ihr so blind sein? Ihr habt eine Tochter Israels zum Tod verurteilt, ohne zu untersuchen und die Wahrheit zu klären. Kehrt zum Gericht zurück, denn diese haben ein falsches Zeugnis gegen sie erhoben.“

Das ganze Volk eilte zurück, und die Ältesten sagten zu Daniel: „Komm und setze dich in unsere Mitte und sage uns, was du denkst, denn Gott hat dir selbst die Reife eines Ältesten gegeben.“ Daniel sagte zu ihnen: „Trennt die Ankläger voneinander, weit auseinander, und ich werde sie verhören.“

Als sie getrennt waren, ließ Daniel einen von ihnen rufen und sagte zu ihm: „Du Greis in Jahren und Verbrechen, jetzt werden deine früheren Sünden ans Licht kommen, als du die Unschuldigen zu Unrecht verurteilt und die Schuldigen freigesprochen hast, gegen das Gebot des Herrn: Du sollst den Gerechten und Unschuldigen nicht töten. Nun, wenn du sie wirklich gesehen hast, so sage mir, unter welchem Baum sie zusammen waren.“ Er antwortete: „Unter einer Akazie.“ Daniel sagte zu ihm: „Sehr gut. Deine Lüge wird dir das Leben kosten, denn der Engel hat bereits von Gott dein Urteil empfangen und wird dich entzweischneiden.“ Daniel ließ ihn wegführen, ließ den anderen holen und sagte zu ihm: „Du Nachkomme Kanaans und nicht Judas, die Schönheit hat dich verführt und die Leidenschaft dein Herz verdorben. So habt ihr es auch mit den Frauen Israels gehalten, und sie haben sich aus Furcht euch hingegeben. Aber eine Frau aus Juda konnte eure Bosheit nicht ertragen. Nun sage mir, unter welchem Baum hast du sie umarmt überrascht?“ Er antwortete: „Unter einer Eiche.“ Daniel erwiderte: „Auch dir wird deine Lüge das Leben kosten. Der Engel des Herrn wartet bereits mit dem Schwert in der Hand, um dich entzweizuschneiden. So wird es mit euch enden.“

Da erhob die ganze Versammlung ihre Stimme und pries Gott, der die rettet, die auf ihn hoffen. Sie erhoben sich gegen die beiden Alten, die Daniel durch ihre eigenen Worte von falschem Zeugnis überführt hatte, und verhängten an ihnen die Strafe, die sie selbst gegen ihren Nächsten ersonnen hatten. Um das Gesetz des Mose zu erfüllen, töteten sie sie, und an jenem Tag wurde ein unschuldiges Leben gerettet.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Johannes 8, 1-11

Zu jener Zeit zog sich Jesus auf den Ölberg zurück und erschien am Morgen wieder im Tempel, wo die Menge zu ihm kam; und er setzte sich unter sie und lehrte sie.

Da brachten die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war, und stellten sie vor ihn hin und sagten: „Meister, diese Frau ist beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt worden. Mose gebietet uns im Gesetz, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du dazu?“

Sie fragten das, um ihm eine Falle zu stellen und ihn anklagen zu können. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie weiter fragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie.“ Er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.

Als sie das hörten, schlichen sie sich einer nach dem anderen davon, angefangen bei den Ältesten, bis Jesus allein blieb mit der Frau, die in seiner Nähe stand.

Da richtete sich Jesus auf und fragte sie: „Frau, wo sind die, die dich anklagten? Hat dich keiner verurteilt?“ Sie antwortete: „Keiner, Herr.“ Und Jesus sagte: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“

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