Die Berufungen in Spanien steigen leicht, doch die Übersicht nach Diözesen offenbart eine sehr ungleiche Realität

Die Berufungen in Spanien steigen leicht, doch die Übersicht nach Diözesen offenbart eine sehr ungleiche Realität

Spanien zählt im Kursus 2025-2026 1.176 Seminaristen in Ausbildung, gemäß den Daten, die von der Spanischen Bischofskonferenz (CEE) veröffentlicht wurden. Die Zahl bedeutet einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und ist ein Grund, diesen Tag des Seminars zu feiern. Allerdings spiegeln diese globalen Daten nicht die reale Verteilung der Berufungen wider, da die CEE keinen Aufschluss nach Diözesen gibt.

Bei Infovaticana haben wir einen Bericht auf Basis der Aufnahmen in den Seminarien in Spanien erstellt, basierend auf öffentlichen Informationen, die dieses Bild vervollständigen und eine fragmentiertere Realität zeigen, mit einer starken Konzentration von Seminaristen in bestimmten Diözesen und weiten Gebieten mit minimalen oder nicht existierenden Zahlen.

Provinz Seminaristen Einwohner (ca.) Verhältnis pro 100.000 Einw.
Toledo 80 750.000 10,6
Cuenca 12 200.000 6,0
Córdoba 46 780.000 5,9
Burgos 21 360.000 5,8
León 17 450.000 3,8
Murcia 52 1.530.000 3,2
Alicante 60 2.050.000 2,9
Navarra 20 690.000 2,9
Castellón 16 630.000 2,5
Jaén 15 630.000 2,4
Valladolid 11 520.000 2,0
Ourense 9 310.000 2,0
Segovia 3 160.000 1,9
Zamora 3 170.000 1,8
Valencia 52 2.900.000 1,8
Granada 17 920.000 1,8
Madrid 120 6.900.000 1,7
Albacete 6 400.000 1,5
Sevilla 29 1.950.000 1,4
Zaragoza 14 980.000 1,4
Asturias 15 1.020.000 1,4
Baleares 17 1.200.000 1,1
Lugo 9 330.000 1,1
Cádiz 26 1.250.000 1,0
Huelva 4 520.000 0,8
A Coruña 8 1.120.000 0,7
Almería 5 730.000 0,7
Cantabria 4 590.000 0,7
Santa Cruz de Tenerife 7 1.050.000 0,7
Málaga 11 1.800.000 0,6
Huesca 3 220.000 0,6
Salamanca 2 330.000 0,6
Cáceres 2 400.000 0,5
Badajoz 4 670.000 0,6
Las Palmas 7 1.150.000 0,6
Teruel 1 135.000 0,7
Soria 4 90.000 0,5
Barcelona 25 5.700.000 0,4
Vizcaya 5 1.150.000 0,4
Girona 3 800.000 0,4
Tarragona 2 850.000 0,3
Pontevedra 2 950.000 0,3
Guadalajara 1 270.000 0,3
Álava 1 330.000 0,3
Ávila 4 160.000 0,6
Palencia 1 160.000 0,6
Ciudad Real 0 490.000 0
Lleida 0 440.000 0
Gipuzkoa 0 720.000 0
La Rioja 0 320.000 0
Ceuta 0 85.000 0
Melilla 0 86.000 0

Berufungskonzentration in wenigen Diözesen

Die gesammelten Daten zeigen, dass das Gewicht der Berufungen auf eine geringe Anzahl von Diözesen konzentriert ist. Madrid führt die Liste mit 82 diözesanen Seminaristen an, zu denen sich 38 aus dem Seminar Redemptoris Mater (RM) des Neokatechumenalen Wegs gesellen. Ihm folgen Toledo (80), Valencia (52) und Getafe (40).

Auch Orihuela-Alicante (38 plus 22 RM), Córdoba (34 plus 12 RM) oder Cartagena-Murcia (28 plus 24 RM) heben sich hervor.

Diözesen mit minimaler Präsenz oder ohne Seminaristen

Der Kontrast ist besonders in anderen Diözesen sichtbar, wo die Berufungen sehr knapp sind. Mehrere haben kaum einen oder zwei Seminaristen, wie Barbastro-Monzón, Ciudad Rodrigo oder Tarazona. Darüber hinaus registrieren einige Diözesen keinen Seminaristen in Ausbildung, darunter San Sebastián, Menorca oder Lérida.

Diese territoriale Ungleichheit wird in den aggregierten Daten der CEE nicht widergespiegelt, die eine globale Sicht bieten, aber diese internen Unterschiede nicht identifizieren lassen.

Rückgang der Aufnahmen und Ordinationen in den offiziellen Daten

Parallel dazu zeigen die Daten der CEE einen Trend, der das leichte globale Wachstum nuanciert. Die neuen Aufnahmen sind von 262 auf 227 im letzten Jahr gesunken, während die priesterlichen Ordinationen von 85 auf 58 gefallen sind.

Zwei Lesarten einer einzigen Realität

Auf diese Weise deuten die globalen Zahlen der CEE auf eine gewisse Stabilität hin, während die detaillierte Analyse nach Diözesen eine ungleichere Situation offenbart: Berufungskonzentration in wenigen Territorien, Abhängigkeit von bestimmten Ausbildungsmodellen und weite Gebiete ohne generationelle Nachfolge.

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