Fotos von Robert Prevost, der kniend die Pachamama anbetet, kommen ans Licht.

Fotos von Robert Prevost, der kniend die Pachamama anbetet, kommen ans Licht.

Das Portal LifeSiteNews hat erstmals eine Serie von Fotografien veröffentlicht, auf denen der aktuelle Papst Leo XIV, damals der Augustin Robert Francis Prevost, kniend an einem Ritus der Pachamama teilnimmt, der während eines Symposiums in São Paulo im Januar 1995 stattfand. Die Bilder stammen aus den offiziellen Protokollen des Treffens, die 1996 unter dem Titel Ecoteología: una perspectiva desde San Agustín herausgegeben wurden.

 

Der Bericht stützt sich auf die Arbeit des Priesters Charles Murr, der ein Buch über den aktuellen Pontifex vorbereitet und monatelang Dokumente zu dem Fall gesammelt hat. Laut Murr haben drei Augustinuspriester Prevost in dem Hauptfoto zweifelsfrei identifiziert, auf dem er kniend neben anderen Teilnehmern im Kontext des Ritus zu sehen ist.

Das Band selbst, in dem die Bilder erscheinen, lässt keine Deutungen über die Natur der Handlung zu. Die Bildunterschrift beschreibt die Szene als „Celebración del Rito de la pachamama (madre tierra)“, definiert als ein agrarischer Ritus, der den Kulturen des andinen Raums eigen ist, insbesondere in Peru und Bolivien. Das Foto zeigt mehrere Teilnehmer kniend um einen Altar herum in einer eindeutig religiösen Haltung.

 

Die Protokolle enthalten außerdem andere Bilder, die Prevosts Anwesenheit beim Symposium bestätigen, wie ein Gruppenfoto aller Teilnehmer und ein weiteres von einer eucharistischen Feier am selben Ort. LifeSiteNews betont auch, dass die Identifizierung des damaligen Augustinermönchs durch Vergleich mit Bildern aus jener Zeit, die in internen Zeitschriften des Ordens veröffentlicht wurden, verstärkt wurde.

Der Kontext des Ereignisses verweist auf lateinamerikanische theologische Strömungen, die mit der sogenannten Ökotheologie verbunden sind, in denen der Dialog mit indigenen Kosmovisionen gefördert wurde. Allerdings gehen die Bilder über einen kulturellen oder akademischen Austausch hinaus: Es handelt sich um die Teilnahme an einem Ritus, der einer Gottheit fremd zur christlichen Faith gewidmet ist.

Der Vorfall ist besonders schmerzhaft aufgrund der persönlichen Umstände von Prevost zu jener Zeit. Mit rund vierzig Jahren und einer bereits gefestigten Laufbahn innerhalb des Augustinischen Ordens kann seine kniende Präsenz bei einer solchen Zeremonie nicht auf mangelnde Bildung oder Unreife zurückgeführt werden. Die Szene dokumentiert eine objektiv skandalöse Geste bei dem, der heute den Stuhl des Petrus einnimmt.

Die Veröffentlichung dieser Bilder kann bei vielen Gläubigen tiefe Verwirrung auslösen. Die Referenz zur Pachamama ist nicht lediglich dekorativ oder symbolisch, sondern verweist auf religiöse Praktiken, die heute noch existieren und im Namen derer weiterhin Menschenopfer durchgeführt werden. Deshalb erschöpft sich die Schwere des Vorfalls nicht in der Vergangenheit, sondern wirft seine Auswirkungen auf die Gegenwart der Kirche.

Dennoch kann und sollte der Vorfall geklärt werden. Die Situation erfordert eine öffentliche Erklärung zum Kontext jener Teilnahme und, falls nötig, eine klare Richtigstellung. Um Vergebung zu bitten und einen Weg der Korrektur zu markieren würde den Pontifex nicht schwächen, sondern helfen, die Betroffenheit zu zerstreuen und den Schaden, den diese Bilder verursachen – die für jeden Katholiken schwer zu ertragen sind –, zumindest teilweise zu reparieren.

In der Zwischenzeit legen die von LifeSiteNews verbreiteten Informationen und die vorherige Arbeit von Charles Murr einen Vorfall von enormer Schwere auf den Tisch: Robert Prevost, heute Papst Leo XIV, wurde kniend bei einem Pachamama-Ritus in vollem Erwachsenenalter und in einem explizit religiösen Kontext fotografiert.

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