Durante sieben Sonntagen begleiten wir den Heiligen Josef auf einer geistlichen Reise, die es uns ermöglichen wird, Schritt für Schritt seine Schmerzen und Freuden zu betrachten und aus seinem stillen und treuen Gehorsam im Geheimnis der Inkarnation zu lernen.
Anfangsgebet zum Herzen Jesu
Herz Jesu, ewiges Wort des Vaters, höchster und ewiger Priester,
der nicht nur unter den Menschen wohnen wollte,
sondern von einem Menschen in dem alltäglichen Gehorsam des Hauses von Nazareth lernen.
Du, der Josef nicht nur als Beschützer ansah,
sondern als wahren Vater, den der himmlische Vater eingesetzt hat,
um dich in das Gesetz, in die Arbeit, in das Gebet und in das Schweigen Israels einzuführen.
Er hütete deinen heiligsten Leib und verteidigte dein zerbrechliches Leben,
mit dem sichtbaren Beispiel dessen, was es bedeutet, ganz für Gott zu leben.
Gib uns, Herr, in diesen sieben Sonntagen
wie Jünger zu sein, die in die wahre Intimität deines Hauses aufgenommen werden.
Lass uns von Josef lernen, was du selbst gelernt hast:
den stillen Gehorsam, die heilige Mannhaftigkeit, die geräuschlose Treue,
die Liebe, die dient, ohne den Mittelpunkt einzunehmen.
Herz Jesu, führe deine Kirche in die verborgene Schule von Nazareth ein,
und gib uns, wie du dich selbst hingegeben hast, in die treue Hut des gerechten Josef.
Amen.

Schmerz: Verschwinden – Freude: die verborgene Fruchtbarkeit (Lk 2,51-52)
Josef, Schutzpatron des inneren Lebens und des verborgenen Priestertums,
stellt dich das Evangelium in Nazareth dar, wo nichts außergewöhnlich erscheint und alles Opfer ist.
Du nimmst es hin, zu verschwinden, damit Jesus wächst.
Dein Leben verzehrt sich in der treuen Pflicht, der dargebrachten Arbeit, der stillen Kontemplation.
Nazareth ist dein Altar, deine unsichtbare Fruchtbarkeit.
Hier lernt die Kirche, dass das Gewöhnliche, in Gott gelebt, das Außergewöhnliche trägt.
Lehre uns, die Arbeit zu heiligen, indem wir Handeln und Kontemplation vereinen,
zu Gott hinzuleben, ohne gesehen werden zu wollen.
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Schlussgebet zu Maria, der Braut des Zimmermanns
Allerheiligste Maria, Mutter des Erlösers und Braut des gerechten Josef, der im Himmel gekrönt ist,
du kennst das Ende des Weges, weil du zuerst durch Glauben, Kreuz und Herrlichkeit gegangen bist.
Du weißt, dass das Leben in Nazareth Schweigen ist, das in Vision mündet,
Gehorsam, der sich dem ewigen Licht öffnet, verborgenes Leben, das in Herrlichkeit erblüht.
Lehre uns so zu leben, Mutter:
mit dem Herzen im Himmel, während die Füße die Erde betreten;
dient, arbeitend, das Geheimnis hütend,
wissend, dass alles Übergang ist und alles Saat für die Ewigkeit.
Vertraue uns Josef an, der mit dir für immer in Gott lebt; gib ihm unsere letzte Stunde,
wenn der Leib erlischt und die Seele gerufen wird, sich vor dem Vater vorzustellen.
Möge Josef uns dann als wachsamer Vater und sicherer Führer erwarten;
möge er uns an der Hand nehmen im entscheidenden Übergang
und uns, ohne Furcht, in das Haus einführen, wo es keine Nacht und keine Müdigkeit gibt.
Maria, lass uns leben, wie Josef in Nazareth lebte:
im Glauben, im Gehorsam, im vertrauensvollen Hingabe.
Und sterben, wie Josef in Nazareth starb: in deinen Armen und denen eures Jesus.
Und lass es so sein, dass wir, begleitet von dir und deinem keuschsten Gemahl,
die Stimme des Sohnes hören können, der uns beim Namen ruft
und uns für immer in die Freude des Vaters und in die endlose Freude des Geistes eintreten lässt.
Amen.