Während sieben Sonntage begleiten wir den Heiligen Josef auf einer spirituellen Reise, die es uns ermöglichen wird, Schritt für Schritt seine Schmerzen und Freuden zu betrachten und von seinem stillen und treuen Gehorsam im Geheimnis der Inkarnation zu lernen.
Anfangsgebet zum Herzen Jesu
Herz Jesu, ewiges Wort des Vaters, höchster und ewiger Priester,
der nicht nur unter den Menschen wohnen wollte,
sondern von einem Menschen in dem alltäglichen Gehorsam des Hauses von Nazareth lernen.
Du, der Josef nicht nur als Beschützer ansah,
sondern als wahren Vater, den der himmlische Vater eingesetzt hat,
um dich in das Gesetz, in die Arbeit, in das Gebet und in das Schweigen Israels einzuführen.
Er hütete deinen heiligsten Leib und verteidigte dein zerbrechliches Leben,
mit dem sichtbaren Beispiel dessen, was es bedeutet, ganz für Gott zu leben.
Gib uns, Herr, in diesen sieben Sonntagen
wie Jünger, die in die königliche Intimität deines Hauses aufgenommen werden.
Lass uns von Josef lernen, was du selbst gelernt hast:
den stillen Gehorsam, die heilige Mannhaftigkeit, die geräuschlose Treue,
die Liebe, die dient, ohne den Mittelpunkt einzunehmen.
Herz Jesu, führe deine Kirche in die verborgene Schule von Nazareth ein,
und gib uns, wie du dich selbst hingegeben hast, in die treue Hut des gerechten Josef.
Amen.

Schmerz: der Verlust des Kindes – Freude: das Finden im Tempel (Lk 2,41-50)
Josef, beharrlicher Sucher des Angesichts Gottes,
wir betrachten dich, wie du Jerusalem durchwanderst mit wundem Herzen und Seele im Gebet.
Drei Tage ohne Jesus. Drei Tage nackten Glaubens. Drei Tage angebotenen Schweigens.
Du wirfst niemandem etwas vor, du klagst nicht: du suchst.
Wenn du ihn im Haus des Vaters findest, verstehst du nicht alles, aber du betest an,
du bewahrst das Geheimnis und gehst weiter.
Hier lernt die Kirche, im Glauben zu verharren, wenn Gott abwesend zu sein scheint.
Lehre uns, Josef, zu suchen, ohne müde zu werden, ohne das Gebet oder die tägliche Treue aufzugeben.
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Schlussgebet zu Maria, der Braut des Zimmermanns
Allerheiligste Maria, Mutter des Erlösers und Braut des gerechten Josef, der im Himmel gekrönt ist,
du kennst das Ende des Weges, weil du zuerst durch den Glauben, das Kreuz und die Herrlichkeit gegangen bist.
Du weißt, dass das Leben von Nazareth Schweigen ist, das in Schau mündet,
Gehorsam, der sich dem ewigen Licht öffnet, verborgenes Leben, das in Herrlichkeit erblüht.
Lehre uns so zu leben, Mutter:
mit dem Herzen im Himmel, während die Füße die Erde betreten;
dient, arbeitend, das Geheimnis hütend,
wissend, dass alles Übergang ist und alles Saat für die Ewigkeit.
Vertraue uns Josef an, der mit dir für immer in Gott lebt; gib ihm unsere letzte Stunde,
wenn der Leib erlischt und die Seele gerufen wird, sich vor dem Vater vorzustellen.
Möge Josef uns dann als wachsamer Vater und sicherer Führer erwarten;
möge er uns an der Hand nehmen im entscheidenden Übergang
und uns, ohne Furcht, in das Haus einführen, wo es keine Nacht und keine Müdigkeit gibt.
Maria, lass uns leben, wie Josef in Nazareth lebte:
im Glauben, im Gehorsam, im vertrauensvollen Hingabe.
Und sterben, wie Josef in Nazareth starb: in deinen Armen und denen eures Jesus.
Und lass es so sein, dass wir, begleitet von dir und deinem keuschsten Gemahl,
die Stimme des Sohnes hören können, der uns beim Namen ruft
und uns für immer in die Freude des Vaters und in die endlose Freude des Geistes eintreten lässt.
Amen.