Am 12. Januar ist der Apsis der Pfarrkirche Santa María del Castillo in Muriel de Zapardiel (Valladolid) teilweise eingestürzt, was in dieser kleinen Ortschaft tiefe Erschütterung auslöste und die Absperrung der Kirche aufgrund des strukturellen Risikos erforderlich machte. Der Einsturz legte Teile der Mauern frei und schuf eine Öffnung, die eine dringende technische Intervention erforderlich machte, um weiteren Verfall zu verhindern.
Wie die Erzdiözese von Valladolid mitgeteilt hat, wurden am vergangenen Freitag die Arbeiten zur Installation einer provisorischen Lösung begonnen, die die beschädigte Struktur schützen und den Boden für den zukünftigen Wiederaufbau des Apsis vorbereiten wird.
Schutz und Vorbereitung für den Wiederaufbau
Die Intervention besteht in der Anbringung einer großen Plane und der Installation von Gerüsten sowohl außen als auch innen am Gebäude. Diese temporäre Struktur wird die durch den Einsturz entstandene Öffnung abdecken und den betroffenen Bereich stabilisieren.
Das Design und die Installation, durchgeführt von der Firma ISP, wurden mit der Unterstützung von Spezialisten für Tiefbauingenieurwesen und Konservierung historischer Gebäude umgesetzt. Die geplante Lösung erfüllt eine dreifache Funktion: den Innenraum der Kirche und die freigelegten Mauern vor den Witterungseinflüssen zu schützen, den beschädigten Bereich zu sichern und einen angemessenen Arbeitsraum für die Arbeiter zu schaffen, die am Wiederaufbau mitwirken werden.
Zusätzlich ermöglicht sie den Technikern eine detaillierte visuelle Inspektion in verschiedenen Höhen, sowohl der Mauern als auch des Dachs, um die möglichen Ursachen des Einsturzes genauer zu klären.
Eine prioritäre Maßnahme
Die Abteilung für Kulturgut und Bauten des Erzbischöflichen Amts in Valladolid hat angegeben, dass der Wiederaufbau der Kirche in Muriel de Zapardiel eine prioritäre Maßnahme innerhalb des Gesamtkomplexes der laufenden Interventionen in der Erzdiözese darstellt.
Nach Abschluss der vorläufigen technischen Studie und unter Nutzung eines günstigen Wetterfensters sowie der Verfügbarkeit von Personal und Materialien wurde diese provisorische Phase eingeleitet. Die Maßnahme wurde zuvor der Junta de Castilla y León mitgeteilt, da die Kirche als Bien de Interés Cultural (BIC) katalogisiert ist.
Bisher hat das Erzbischöfliche Amt rund 28.000 Euro für die anfänglichen Maßnahmen ausgegeben, die das Entfernen der Trümmer sowie die Installation und Miete von Hilfsmitteln umfassten.
Nächster Schritt: Das endgültige Projekt
Mit dieser neuen Phase schreiten die Arbeiten zur Erstellung des Ausführungsprojekts voran, das den Wiederaufbau des eingestürzten Apsis ermöglichen wird. Das Dokument wird vom eigenen technischen Team der Abteilung für Kulturgut des Erzbischöflichen Amts erstellt, das aus Fachleuten für Architektur und Restaurierung besteht, die Erfahrung mit ähnlichen Interventionen haben.
Das Ziel ist es, die ursprüngliche Konfiguration des Apsis so treu wie möglich zu reproduzieren, den historischen und künstlerischen Wert der Kirche zu respektieren und der Kirche in Muriel de Zapardiel ihre architektonische Integrität zurückzugeben.