Papst Leo XIV empfing am 2. März im Audienz die Präsidentin der Republik Malta, Myriam Spiteri Debono, wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte.
Nach dem privaten Treffen im Apostolischen Palast traf sich die maltesische Mandatsträgerin im Staatssekretariat mit Kardinal Pietro Parolin, dem Staatssekretär Seiner Heiligkeit, begleitet von Monsignore Paul Richard Gallagher, Sekretär für die Beziehungen zu Staaten und Internationalen Organisationen.
Internationale Situation im Mittelpunkt der Gespräche
Während der herzlichen Treffen fand ein Austausch von Ansichten über die internationale Aktualität statt, mit besonderer Berücksichtigung der Situation im Nahen Osten und des Konflikts in der Ukraine.
Die offizielle Erklärung hob ebenfalls die guten bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Malta hervor sowie die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat in verschiedenen Bereichen.
Unter den behandelten gemeinsamen Interessensfragen fallen die demografische Situation und die Migrationen, Themen, die Teil des üblichen Dialogs zwischen dem Heiligen Stuhl und verschiedenen Regierungen sind.
Malta, Land mit katholischer Tradition
Wie Aciprensa erinnert, bekleidet Myriam Spiteri Debono, 73 Jahre alt, seit 2024 das Präsidium und ist die erste Frau in diesem Amt im Land. Im vergangenen Dezember empfing der Papst auch den maltesischen Premierminister Robert Abela.
Malta, ein Archipel im Mittelmeer zwischen Sizilien und der Küste Nordafrikas, wurde nach der Tradition von Paulus evangelisiert, der dort nach dem Schiffbruch seines Schiffes um das Jahr 60 n. Chr. etwa drei Monate blieb.
Das Land pflegt eine ausgeprägte katholische Identität: Laut der Volkszählung von 2021 bekennt sich 82,6 % der Bevölkerung zum Katholizismus. In den letzten Jahrzehnten wurde es von Johannes Paul II. (1990), Benedikt XVI. (2010) und Papst Franziskus (2022) besucht.