Das Heilige Grab schließt seine Türen erstmals seit mehr als zwei Jahrhunderten

Das Heilige Grab schließt seine Türen erstmals seit mehr als zwei Jahrhunderten

Die beiden Holzflügel der Haupttür der Basilika des Heiligen Grabes in Jerusalem wurden am Donnerstag, den 19. Februar, demontiert, um einen Restaurierungsprozess zu beginnen, eine seltene Intervention, da es sich um einen der emblematischsten Eingänge des Christentums handelt.

Wie das Medium Terre Sainte berichtete, wurde die Entscheidung getroffen, unter Ausnutzung der Anwesenheit des Teams, das an der Restaurierung des Pflasterbelags der Basilika arbeitet, und angesichts von Anzeichen einer Schwächung der Türen. Die Kirchen, die das Heiligtum betreuen, einigten sich auf ein koordiniertes Handeln, um einen weiteren Verfall zu vermeiden.

Türen vorübergehend durch Paneele mit Fotografien ersetzt

Während der Arbeiten wurden die Originaltüren – die, wie mitgeteilt, aus dem 12. Jahrhundert stammen könnten – durch provisorische Türen ersetzt, an die Fotografien der echten Flügel angebracht wurden, mit dem Ziel, das übliche visuelle Erscheinungsbild des Eingangs zu erhalten.

Der Artikel erinnert daran, dass die letzte relevante Restaurierung dieser Türen auf das Jahr 1810 zurückgehen könnte, im Kontext von Arbeiten, die von der griechisch-orthodoxen Kirche nach einem Brand in der Basilika initiiert wurden.

Ein Detail, das viele Pilger übersehen

Der Text betont, dass die meisten Pilger diese Türen nicht beachten, da sie sie gewohnt sind, geöffnet vorzufinden. Sie bemerken auch nicht immer, dass neben dem aktuellen Eingang weitere identische Türen vermauert sind, die mit historischen Episoden der Stadt verbunden sind.

Terre Sainte verortet diesen Kontext in der Eroberung Jerusalems durch Saladin im Jahr 1187, als – laut dem Bericht – der Zugang vermauert und eine Eintrittskontrolle für Christen mit einer Gebühr eingeführt wurde.

Die Schlüssel in den Händen muslimischer Familien seit dem Mittelalter

Eines der bekanntesten Elemente – das in geführten Besichtigungen oft vereinfacht erklärt wird – ist, dass die Schlüssel der Basilika in den Händen muslimischer Familien liegen. Der Bericht stellt klar, dass diese Betreuung nicht allein auf Meinungsverschiedenheiten zwischen christlichen Konfessionen zurückzuführen ist, sondern auf einen historischen Ursprung: die Übergabe der Schlüssel an Familien, die für die Verwaltung des Zugangs verantwortlich sind.

Insbesondere wird erwähnt, dass die Nachkommen der Familien Nusseibeh und Joudeh noch heute das tägliche Schließritual durchführen, wobei sie eine Öffnung im rechten Flügel nutzen, durch die die für das Verschließen mit dem Schlüssel notwendige Leiter eingeführt wird. Laut dem Text handelt es sich um dieselben Familien seit 1246.

Eine Tür voller Geschichte und alltäglicher Gesten

Der Bericht erinnert daran, dass die Basilika in jüngster Zeit Episoden erlebt hat, in denen ihre Türen besondere Aufmerksamkeit erregten, wie die Schließung im Jahr 2018 während einer Protestaktion der Kirchen wegen steuerlicher Angelegenheiten oder die Schließungen während der Pandemie.

Mit mehr als 800 Jahren werden die Holztüren als „stiller Zeuge“ der Geschichte Jerusalems dargestellt. Die Restaurierung zielt darauf ab, ihren Charakter und die Spuren der Zeit zu erhalten, ohne den über Jahrhunderte der Pilgerschaft angesammelten symbolischen Wert zu tilgen.

Hilf Infovaticana, weiter zu informieren