Der neue Präsident des deutschen Episkopats fordert, die AfD zu stoppen und «die Demokratie zu schützen»

Der neue Präsident des deutschen Episkopats fordert, die AfD zu stoppen und «die Demokratie zu schützen»

Der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz (Deutsche Bischofskonferenz – DBK), Bischof Heiner Wilmer, erklärte in Würzburg, dass die Positionen der Alternative für Deutschland (AfD) „nicht mit der katholischen Kirche vereinbar“ seien. Die Erklärung erfolgte während der abschließenden Pressekonferenz der Frühjahrsvollversammlung 2026.

Wilmer betonte, dass der „ethnische Nationalismus“ und die „Parolen, die die Menschenwürde verachten“ der Partei in der Kirche keinen Platz haben. Mit diesen Worten bekräftigten die deutschen Bischöfe die vor zwei Jahren in der Frühjahrsversammlung in Augsburg beschlossene Erklärung.

Warnungen nach Analyse des regionalen Programms der AfD

Die Positionierung erfolgte, nachdem Bischof Gerhard Feige von Magdeburg der Versammlung einen Bericht über den Entwurf des Regierungsprogramms der AfD in Sachsen-Anhalt vorlegte. Wie er erläuterte, hätte die Umsetzung dieses Programms „schwere Folgen für die Gesellschaft“.

Feige warf der Partei vor, andere politische Kräfte und Institutionen, einschließlich der Kirchen, zu entwerten und keine Kooperation oder reale Lösungen für bestehende Probleme anzubieten.

Kritik am Sozialmodell und an der Religionspolitik der Partei

Unter den von den Bischöfen genannten Punkten befinden sich die Verteidigung eines als „rückständig“ betrachteten Familienmodells, die Anprangerung einer angeblichen „Regenbogenverschwörung“ und der Vorschlag der „Remigration“ von Bevölkerungsgruppen. Ebenso wurde die Absicht kritisiert, die finanziellen Grundlagen der Kirchen zu hinterfragen, einschließlich der sofortigen Abschaffung staatlicher Leistungen.

Laut Feige würde die AfD in Bezug auf die Kirche eine Politik ähnlich der der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik aufgreifen, indem sie diese als Gegnerin darstellt und ihre institutionelle Präsenz schwächen will.

Für eine Verteidigung der Demokratie

Aus Würzburg rief Wilmer explizit auf: „Widersteht von Anfang an“ und fügte hinzu: „Lasst uns unsere Demokratie schützen“. Sein Urteil: Das demokratische System ermöglicht es, soziale Unterschiede gerecht und friedlich zu organisieren.

Gleichzeitig betonten die Bischöfe die Notwendigkeit, Räume für den Dialog in der Gesellschaft zu öffnen, und erwähnten Initiativen wie die Kampagne „Aufstehen für…“ („Levantarse por…“), die in Bistümern in Hessen und Rheinland-Pfalz vorangetrieben wird.

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