León XIV vereint Killala und Tuam unter einem einzigen Bischof in Irland inmitten des kirchlichen Niedergangs

León XIV vereint Killala und Tuam unter einem einzigen Bischof in Irland inmitten des kirchlichen Niedergangs

Papst Leo XIV hat Monsignore Francis Duffy zum Bischof von Killala (Irland) ernannt, dem derzeitigen Erzbischof von Tuam und bisherigen apostolischen Administrator von Killala, indem er beide Diözesen in persona episcopi vereint. Dies teilte der Heilige Stuhl in dem Bulletin dieses Montags, den 23. Februar 2026, mit.

Die Entscheidung bestätigt einen bereits in den letzten Jahren sichtbaren Trend: die Reduzierung der Anzahl von Bischöfen in verschiedenen Regionen Irlands und die progressive Konzentration von Diözesen unter einem einzigen Hirten, in einem Kontext, der von dem Rückgang der religiösen Praxis und dem Mangel an Berufungen geprägt ist.

Eine Umstrukturierung im Gange seit 2022

Die Kirchenprovinz von Tuam —eine der vier in Irland— umfasst sechs Diözesen: Achonry, Clonfert, Elphin, Galway, Killala und Tuam. Im Februar 2022 waren die Diözesen von Galway und Clonfert bereits unter einem einzigen Bischof vereint worden.

Im April 2024 verlegte der Heilige Stuhl mehrere Prälaten, ohne unmittelbare Ersatz zu benennen, was verschiedene Diözesen unter provisorischer Verwaltung ließ. Diese Bewegungen wurden von verschiedenen Beobachtern als Beginn einer umfassenden Umstrukturierung im Westen des Landes interpretiert.

Mit der neuen Entscheidung über Killala und Tuam schreitet der Prozess formell zu einem Modell des geteilten Gouvernements zwischen benachbarten Diözesen voran, wodurch die Anzahl aktiver Bischöfe in der Region de facto reduziert wird.

Der Hintergrund: Rückgang der Praxis und Berufungskrise

Die Debatte über diese Umstrukturierungen kann nicht vom irischen kirchlichen Kontext getrennt werden. Laut jüngsten Daten ist der Prozentsatz der Iren, die sich als Katholiken bezeichnen, in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich gesunken. Dazu kommt ein anhaltender Rückgang der sonntäglichen Teilnahme und eine drastische Reduzierung der Anzahl der Priester.

Mehrere diözesane Seminare sind in den letzten Jahrzehnten geschlossen worden und die Anzahl der Seminaristen in Ausbildung bleibt für das gesamte Land gering.

In diesem Szenario entspricht die Vereinigung von Diözesen unter einem einzigen Bischof sowohl pastoralen Kriterien als auch einer praktischen Notwendigkeit angesichts der Abnahme des Klerus und der Alterung der Presbyter.

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