Mehrere anwesende Kardinäle haben privat den Inhalt des Treffens zwischen Papst Leo XIV und den spanischen Bischöfen bestätigt. Es gab damals keine offizielle Mitteilung, aber die Quellen stimmen darin überein, dass das Treffen einen direkten Ton hatte und sich auf die moralische, soziale und kirchliche Situation in Spanien konzentrierte.
Laut dieser Undichtung äußerte der Papst seine Besorgnis über die legislative Ausrichtung, die in den letzten Jahren vom PSOE vorangetrieben wurde. Er wies speziell auf die Festigung von Abtreibung und Euthanasie als Rechte hin, die progressive rechtliche Umdefinition der Familie und die Ausbreitung von Ansätzen, die er als materialistisch und fremd gegenüber der christlichen Tradition bezeichnete. In diesem Kontext wies er auf die politische Verantwortung der aktuellen Exekutive unter der Leitung von Pedro Sánchez hin und erwähnte den institutionellen Verfall, der mit Episoden in Verbindung steht, die von Führern wie José Luis Ábalos inszeniert wurden.
Der Pontifex warnte auch vor Initiativen, die darauf abzielen, Symbole in Frage zu stellen oder zu entfernen, die mit den Märtyrern der religiösen Verfolgung im 20. Jahrhundert verbunden sind, und interpretierte sie als Teil eines Prozesses der Entlegitimierung des christlichen Gedächtnisses im öffentlichen Raum.
Das Treffen umfasste eine interne Mahnung. Leo XIV wies darauf hin, dass die spanischen Seminare minimale Zahlen an Berufungen aufweisen, und forderte die Bischöfe zu einer tiefgehenden Analyse der Ausbildung, der Berufungspastoral und der doktrinalen Klarheit auf. Er betonte, dass es nicht ausreicht, den Mangel an Kandidaten dem säkularisierten Kontext zuzuschreiben, sondern dass es notwendig ist, die eigenen kirchlichen Dynamiken zu überprüfen.
Zuletzt, nach den Purpuraten, sprach der Papst die Kritik an seiner früheren Handhabung von Missbrauchsfällen in der Diözese von Chiclayo an. Er erkannte Verfahrensfehler an, bat um Verzeihung und erklärte, dass Korrekturmaßnahmen ergriffen wurden. Er betonte, dass er nicht beabsichtigt, sich dem Prüfung zu entziehen, und dass die Glaubwürdigkeit der Kirche das Übernehmen von Verantwortung erfordert, wenn es angebracht ist.