Das Erzbistum Bologna hat einen Diebstahl gemeldet, der in der Nacht vom 17. auf den 18. Februar in der Basilika der Seligen Jungfrau von San Luca begangen wurde, einem der markantesten marianischen Heiligtümer Norditaliens. Laut offizieller Mitteilung der Diözese vom 18. Februar zwangen die Eindringlinge das nächtliche Schloss der Heiligen Ikone auf und zerbrachen das Schutzglas, um einige kostbare Objekte von der silbernen Platte zu stehlen, die die Gesichter der Jungfrau und des Kindes Jesus umrahmt.
Die Ordnungskräfte wurden sofort benachrichtigt und eilten zum Ort des Geschehens. Bei einer ersten Inspektion hat das Erzbistum bestätigt, dass die Heilige Ikone keine sichtbaren Schäden aufweist.

Schändung einer neun Jahrhunderte alten Verehrung
Die Mitteilung drückt die tiefe Erschütterung des bolognesischen Volkes über das Geschehene aus und bezeichnet den Vorfall als Schändung dessen, was sie am meisten verbindet: die Jungfrau Maria, die seit neun Jahrhunderten in der Heiligen Ikone von San Luca verehrt wird. Die Basilika, die auf dem Monte della Guardia gelegen ist, ist ein spiritueller und historischer Bezugspunkt für die Stadt und ein Ort ständiger Pilgerfahrten.
Die beschädigte silberne Platte legt die Gesichter der Jungfrau und des Kindes frei, ein besonders geliebtes Bild für die Gläubigen. Die Diözese hat den Schmerz betont, der durch diesen Akt gegen ein zentrales Symbol des Glaubens und der lokalen religiösen Identität verursacht wird.
Fastenzeit geprägt von Schmerz und Vertrauen
Der Vorfall ereignet sich genau zu Beginn des Fastenwegs. In der Mitteilung verbindet das Erzbistum diesen Vorfall explizit mit dem Beginn der Fastenzeit und erklärt, dass die Gemeinde in diesen Tagen der Jungfrau „wie einer verwundeten Mutter“ verbunden ist und sich ihr mit erneuertem Zuneigung anvertraut.
Der kriminelle Akt erhält jenseits des materiellen Schadens so eine symbolische Dimension in einer liturgischen Zeit, die zur Bekehrung, zur Buße und zum Gebet aufruft. Die örtliche Kirche lädt ein, diesen Moment im Geist der Sammlung und des Vertrauens zu erleben, die Verehrung der Jungfrau zu stärken, anstatt sich von der Empörung überwältigen zu lassen.
Die Behörden setzen die Untersuchungen fort, um das Geschehene aufzuklären und Verantwortliche zu ermitteln.