Erste Lesung
Erste Lesung
Lesung aus dem Buch Sirach 15, 15-20
Sirach 15, 16-21
Wenn du willst, kannst du die Gebote halten;
es liegt an dir, ihnen treu zu bleiben.
Der Herr hat vor dich hin Feuer und Wasser gestellt;
worauf du willst, darauf strecke deine Hand aus.
Vor dem Menschen liegen Tod und Leben;
er wird erhalten, was er erwählt.
Unermesslich ist die Weisheit des Herrn;
unendlich ist seine Macht, und er sieht alles.
Die Augen des Herrn schauen wohlgefällig
auf die, die ihn fürchten;
der Herr kennt alle Werke der Menschen.
Keinem hat er befohlen, gottlos zu sein,
und keinem hat er die Erlaubnis gegeben zu sündigen.
Zweite Lesung
Lesung aus dem ersten Brief des heiligen Apostels Paulus an die Korinther
1 Korinther 2, 6-10
Brüder und Schwestern: Wir verkünden zwar Weisheit den Vollkommenen, aber keine Weisheit dieser Welt oder der Herrscher dieser Welt, die vergehen werden. Wir verkünden vielmehr eine göttliche Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vorherbestimmt hat vor allen Zeiten zu unserer Verherrlichung. Keiner von den Herrschern dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie sie erkannt, sie hätten den Herrn der Herrlichkeit nicht ans Kreuz geschlagen.
Was wir aber verkünden, wie die Schrift sagt: Was Gott bereitet hat für die, die ihn lieben, das hat kein Auge gesehen, kein Ohr gehört und kein menschliches Herz hat es sich je erträumt. Uns aber hat es Gott offenbart durch den Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes.
Evangelium
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Matthäus 5, 20-22. 27-28. 33-37
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Amen, ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten, und wer tötet, der wird dem Gericht verfallen. Ich aber sage euch: Jeder, der mit seinem Bruder zürnt, wird dem Gericht verfallen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon Ehebruch mit ihr begangen in seinem Herzen.
Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen falschen Eid leisten und sollst dem Herrn deine Gelübde erfüllen. Ich aber sage euch: Leistet überhaupt keinen Eid, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist seine Fußbank, noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt.
Leiste auch keinen Eid bei deinem Haupt; denn du vermagst nicht, ein Haar weiß oder schwarz zu machen. Es sei vielmehr: Ja, wenn ja; nein, wenn nein. Was darüber hinausgeht, das ist aus dem Bösen.“