Ein Stadtrat in Deutschland fördert „queer“-Lesungen in städtischen Kindergärten

Ein Stadtrat in Deutschland fördert „queer“-Lesungen in städtischen Kindergärten

Die Entscheidung des Magistrats von Hannover, eine Reihe von Büchern mit queeren Themen für den Einsatz in den städtischen Kindergärten zu empfehlen, hat in Deutschland eine intensive Debatte über die Grenzen der affektiv-sexuellen Erziehung in frühen Altersstufen ausgelöst.

Wie das Medium La Gaceta de la Iberosfera berichtete, wurde die Liste von dem sogenannten „queeren Mitarbeiter-Netzwerk“ des Magistrats erstellt, unter der Koordination des städtischen Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Das vom Magistrat erklärte Ziel ist die Förderung von Inklusion und Vielfalt in den 41 öffentlichen Kindergärten der Stadt sowie in Kindergärten und Nachmittagszentren.

Inhalte für Kinder ab drei Jahren

Unter den empfohlenen Titeln befindet sich Körper sind toll („Die Körper sind toll“), ein Buch für Kleinkinder, das Illustrationen von Personen enthält, die sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen haben, und chirurgische Narben zeigt.

Ein weiterer hervorgehobener Text ist Untenrum: Und wie sagst du? („Untenrum: Und wie nennst du es?“), das für Minderjährige ab drei Jahren gedacht ist. Das Buch enthält Erklärungen zur körperlichen Selbstexploration mit Hilfe von Spiegeln oder Taschenlampen und beschreibt Körper-Spiele zwischen Kindern, wobei betont wird, dass Erwachsene nicht daran teilnehmen sollten.

Für Grundschüler umfasst die Liste außerdem Me and My Dysphoria Monster, eine Erzählung, in der die Geschlechtsdysphorie als „Monster“ dargestellt wird, das wächst, wenn der Protagonist mit seinem biologischen Namen angesprochen wird.

Debatte über die Bildungsgrenzen

Die Initiative hat in verschiedenen sozialen und politischen Sektoren Kontroversen ausgelöst, die in Frage stellen, ob solche Inhalte für so junge Altersstufen angemessen sind und ob es Aufgabe der lokalen Behörden ist, Materialien mit einer explizit ideologischen Belastung im Bereich der Geschlechtsidentität zu fördern.

Obwohl der Magistrat betont, dass das Ziel die Förderung von Respekt und Inklusion ist, warnen Kritiker der Maßnahme vor einer vorzeitigen Verlagerung komplexer Debatten in den Bereich der frühen Kindheit, wo die affektive und moralische Erziehung in erster Linie den Familien obliegt.

Ein breiteres Phänomen in Deutschland

Die Debatte beschränkt sich nicht auf Hannover. Im Berliner Bezirk Reinickendorf bietet eine mit öffentlichen Mitteln finanzierte Jugendkunstschule Drag-Workshops für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren an. Diese Aktivitäten umfassen Schulungen in Make-up, Tanz und der Schaffung von Bühnenfiguren.

Die Abfolge von Initiativen an verschiedenen Orten des Landes hat die öffentliche Diskussion über die Rolle des Staates in der Erziehung zu Geschlechtsidentität und über die Kriterien für die Auswahl von Inhalten in öffentlich finanzierten Einrichtungen intensiviert.

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