Quentin Deranque, ein 23-jähriger junger Mann, starb am 14. Februar in einem Krankenhaus in Lyon, nachdem er zwei Tage zuvor brutal angegriffen worden war in der Nähe des Instituts für Politische Studien (Sciences Po). Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Fakten aufzuklären.
Der Angriff ereignete sich am 12. Februar, als Deranque an einer Protestaktion teilnahm, die vom identitären Frauen-Kollektiv Némésis gegen den Auftritt der Abgeordneten des Europäischen Parlaments von La France Insoumise (LFI) Rima Hassan an der Universität organisiert wurde.
Ein Angriff mitten auf der Straße
Laut dem Staatsanwalt von Lyon, Thierry Dran, wurden der junge Mann und andere Demonstranten von etwa zwanzig vermummten und maskierten Individuen angegriffen. Mindestens sechs Personen schlugen auf Deranque ein, als er bereits am Boden lag, und verursachten ihm ein Schädel-Hirn-Trauma.
Der junge Mann wurde wenige Stunden nach dem Angriff ins Koma fallend ins Krankenhaus eingeliefert und starb am 14. Februar an den erlittenen Verletzungen.
Laufende Untersuchung
Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, um die Verantwortlichen für den Angriff zu identifizieren. Bisher wurden keine Festnahmen gemeldet.
Der französische Präsident Emmanuel Macron rief zur Ruhe auf und betonte, dass „keine Sache oder Ideologie je das Töten rechtfertigen wird“.
Der Fall hat in Lyon starke Bestürzung ausgelöst und die Debatte über politische Gewalt und Radikalisierung in bestimmten Bereichen des Aktivismus wieder angefacht.
Die gerichtliche Untersuchung wird die genauen Umstände des Angriffs und die möglichen strafrechtlichen Verantwortlichkeiten klären müssen.