Leo XIV hebt das Päpstliche Komitee für den Weltkindertag auf

Leo XIV hebt das Päpstliche Komitee für den Weltkindertag auf

Papst Leo XIV hat das Päpstliche Komitee für den Weltkindertag abgeschafft, das im November 2024 während des Pontifikats seines Vorgängers geschaffen wurde. Die Entscheidung wurde durch ein Chirografen mitgeteilt, das am 13. Februar 2026 im Bulletin des Pressesaals des Heiligen Stuhls veröffentlicht wurde.

Im Dokument, datiert auf den 12. Februar, erklärt der Pontifex, dass die Maßnahme nach der entsprechenden Konsultation ergriffen wird und in Kontinuität mit der Aufmerksamkeit steht, die die Kirche den Kindern widmen möchte, aber mit dem Ziel, die Initiative in die ordentliche Struktur der Kurie zu integrieren.

Übertragung der Kompetenzen an das Dikasterium für die Laien

Laut dem offiziellen Text wird mit Inkrafttreten des Chirografen das Päpstliche Komitee für den Weltkindertag sowie sein Statut und jede bisher angenommene Norm oder Verordnung aufgehoben, die sowohl im kanonischen als auch im zivilen Recht ihre rechtliche Wirkung verlieren.

Zudem hören der Präsident, der Vizepräsident und die übrigen Mitglieder des Komitees unmittelbar mit ihren Ämtern auf.

Die Kompetenzen, die bisher diesem Organ zukamen, gehen an das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben über, das die Verantwortung für die Organisation und Koordination des Weltkindertags übernehmen wird.

Liquidation und formelle Schließung des Organismus

Das Chirografen legt ferner fest, dass der Präfekt des Dikasteriums für die Laien, die Familie und das Leben die ausstehenden Angelegenheiten des Komitees regeln und eine endgültige Liquidationsbilanz vor der Sektion für die Wirtschaft vorlegen muss, die jede Entscheidung über die Verwendung eines eventuellen Restvermögens genehmigen muss.

Der Papst verfügt, dass das Dokument unmittelbare und stabile Gültigkeit hat, trotz jeder entgegenstehenden Bestimmung, und ordnet seine Promulgation durch Veröffentlichung in L’Osservatore Romano und seine anschließende Aufnahme in die Acta Apostolicae Sedis an.

Interne Reorganisation ohne Änderung der Initiative

Im Text teilt Leo XIV die bereits vom Papst Franziskus geäußerte Sorge über die Notwendigkeit einer spezifischen Aufmerksamkeit für die Kindheit im Leben der Kirche. Dennoch bedeutet die Aufhebung des Komitees eine interne Reorganisation, die die Initiative im zuständigen Dikasterium zentralisiert und die Existenz einer autonomen Struktur vermeidet.

Der Weltkindertag wird daher nicht abgeschafft, sondern fällt direkt unter das Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben innerhalb der ordentlichen Organisation der Römischen Kurie.

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