Die Erzdiözese Sydney (Australien) hat offiziell mit den Vorbereitungen für den Internationalen Eucharistischen Kongress 2028 begonnen, eine Veranstaltung, bei der Papst Leo XIV anwesend sein wird, wie Erzbischof Anthony Fisher nach einem kürzlichen Treffen in Rom bestätigte.
Der Kongress, der 2028 stattfinden wird, hat einen besonders symbolischen Charakter, da er mit dem hundertsten Jahrestag des ersten Internationalen Eucharistischen Kongresses in Sydney im Jahr 1928 zusammenfällt und einer der größten kirchlichen Treffen in Ozeanien seit Jahrzehnten sein wird.
Treffen in Rom und päpstliche Bestätigung
Wie Mons. Fisher gegenüber Rome Report erklärte, konnte er während seines Aufenthalts in Rom persönlich mit Papst Leo XIV zusammentreffen, dem er die offizielle Einladung zum Kongress erneuerte. Der Pontifex, so berichtete der Erzbischof, antwortete klar und direkt: „Es bleibt noch etwas Zeit, aber ich werde da sein“.
Der Prälat betonte, dass die Bestätigung des Papstes eine starke Unterstützung für die Veranstaltung darstellt und einen Ansporn für die örtliche Kirche ist, die im Kongress eine providenzielle Gelegenheit sieht, die Zentralität der Eucharistie im christlichen Leben zu stärken und ein öffentliches Zeugnis des Glaubens in einer tief säkularisierten Gesellschaft zu geben.
Eine lebendige Erinnerung: die WMJ mit Benedikt XVI.
In seinem Interview erinnerte Fisher an die anhaltende Wirkung des Weltjugendtages 2008, der von Benedikt XVI. geleitet wurde, als unmittelbare Referenz für die Reichweite, die ein großes kirchliches Ereignis in Australien haben kann.
Der Erzbischof äußerte die Hoffnung, dass der Eucharistische Kongress eine ähnliche Wirkung haben wird, nicht nur für Sydney, sondern für ganz Australien und die Region Ozeaniens, und erinnerte daran, dass jener päpstliche Besuch einen Wendepunkt in der pastoralen und spirituellen Arbeit der örtlichen Kirche darstellte.
Zeichen der Erneuerung in der australischen Kirche
Fisher hob das anhaltende Wachstum des sakramentalen Lebens hervor, insbesondere unter Jugendlichen und Erwachsenen. Der Erzbischof wies darauf hin, dass in der letzten Ostern 380 Erwachsene in seiner Erzdiözese getauft wurden, was einem Anstieg von 30 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Darüber hinaus betonte er, dass seit sechs Jahren in Folge Rekorde im Zahl der jungen Erwachsenen gebrochen wurden, die darum bitten, in die Kirche aufgenommen zu werden, ein Phänomen, das er als Teil eines breiteren Erwachens betrachtet, das auch in anderen westlichen Ländern zu spüren beginnt.
Sichtbarer Glaube und massive Beteiligung
Fisher hob auch als greifbares Zeichen dieses Wiederauflebens die Fronleichnamsprozession in Sydney hervor, die im vergangenen Jahr etwa 20.000 Menschen zusammenbrachte, viele davon Jugendliche. Dazu kommen Jugendfeste, Evangelisierungsbegegnungen und öffentliche Veranstaltungen, die – nach Ansicht des Erzbischofs – einen Glauben ohne Komplexe und mit wachsender Präsenz im öffentlichen Raum zeigen.
Evangelisation und neue Technologien
Im Rahmen dieser Vorbereitungen wird die Erzdiözese Sydney im Mai ein innovatives Evangelisierungsprojekt starten. Eine virtuelle und immersive Erfahrung der Sixtinischen Kapelle, die darauf ausgelegt ist, die Heilsgeschichte durch ihre Fresken darzustellen und das Interesse am Eucharistischen Kongress 2028 zu wecken.
Das Projekt wird in Sydney uraufgeführt und reist anschließend in das Bistum Dallas in den Vereinigten Staaten, mit der Erwartung, Tausende von Besuchern anzuziehen und als katechetisches und missionarisches Werkzeug zu dienen.
Ein Schlüsselereignis für die universale Kirche
Der Internationale Eucharistische Kongress 2028 zeichnet sich somit nicht nur als großes liturgisches Ereignis ab, sondern als pastorale Wette mit langfristiger Reichweite, die auf die Erneuerung des Glaubens, die Katechese über die reale Präsenz Christi in der Eucharistie und die Stärkung des sakramentalen Lebens ausgerichtet ist.