Evangelium des Tages 6. Februar 2026 – Markus 6, 14-29

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch des Sirach

Sir 47, 2-11

Wie man Fett für die Opfer zurückbehält,
so wurde David unter den Söhnen Israels auserwählt.
Er spielte mit Löwen wie mit Böckchen
und mit Bären wie mit Lämmern.
Als Jüngling noch erschlug er den Riesen
und wusch die Schmach seines Volkes ab:
Er schwang die Schleuder
und mit einem Steinstein stürzte er die Anmaßung des Goliath.
Denn er rief den Höchsten an, Gott,
und der gab Kraft seinem Arm,
um den mächtigen Krieger zu vernichten
und die Ehre seines Volkes wiederherzustellen.
Darum feierten sie mit Liedern
seinen Sieg über zehntausend Feinde
und priesen den Herrn in seinem Namen.

Als er schon König war,
kämpfte er gegen alle seine Feinde und besiegte sie.
Er vernichtete die Philister
und brach ihre Macht für immer.

Für all seine Erfolge dankte er dem Höchsten, Gott,
und rühmte ihn.
Mit ganzer Seele liebte er seinen Schöpfer
und sang ihm Loblieder.

Er bestellte Sänger für den Dienst am Altar,
die mit ihren Stimmen die Lieder harmonisch gestalteten.
Er feierte die Feste mit Pracht
und legte den Jahreskreis der Feierlichkeiten fest.
Vom frühen Morgen an hallte das Heiligtum
wider vom Lob des Namens des Herrn.

Der Herr vergab ihm seine Sünden
und festigte seine Macht für immer.
Er versprach ihm ein ewiges Geschlecht
und gab ihm in Israel einen ruhmreichen Thron.
Um seiner Verdienste willen folgte ihm
ein weiser Sohn nach, der in Frieden lebte:

Salomo war König in friedlichen Zeiten,
denn Gott schuf ihm Ruhe an den Grenzen;
er baute dem Herrn einen Tempel
und errichtete ein ewiges Heiligtum.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus 

Mk 6, 14-29

In jener Zeit hatte sich die Berühmtheit Jesu so verbreitet, dass Herodes, der König, davon hörte: Johannes der Täufer war auferstanden, und seine Kräfte wirkten in Jesus. Andere aber sagten: Es ist Elija; wieder andere: Er ist ein Prophet wie die Alten. Herodes aber sagte: Es ist Johannes, dem ich das Haupt abgeschlagen habe; er ist auferstanden.

Herodes hatte Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Er hatte Herodias geheiratet, die Frau seines Bruders Philippus, und Johannes hatte ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben. Deshalb hatte Herodes ihn ins Gefängnis werfen lassen.

Herodias aber war ihm gram und wollte ihn töten; sie konnte es aber nicht, denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war, und er bewahrte ihn. Wenn er ihn hörte, geriet er in Verlegenheit, aber es gefiel ihm, ihm zuzuhören.

Es kam der Tag, als Herodes anlässlich seines Geburtstages ein Fest für seine Höflinge, Heerführer und die Vornehmen von Galiläa gab. Da trat die Tochter der Herodias ein und tanzte, und sie gefiel Herodes und seinen Gästen. Da sprach der König zu dem Mädchen: Bitte mich um, was du willst, und ich werde es dir geben. Und er schwor ihr: Was du auch bitten wirst, ich gebe es dir, wenn es auch die Hälfte meines Reiches wäre.

Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt des Johannes des Täufers. Und sie ging sogleich wieder hinein zum König und sprach: Ich will, dass du mir auf einer Schüssel das Haupt des Johannes des Täufers herbringst.

Da wurde der König sehr traurig, aber um seiner Eide und der Anwesenden willen wollte er sie nicht vor den Kopf stoßen und sandte sogleich einen Schergen und ließ das Haupt des Johannes bringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es seiner Mutter.

Als seine Jünger das hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.

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