Petrocchi übernimmt die Präsidentschaft der Vatikanbank

Petrocchi übernimmt die Präsidentschaft der Vatikanbank

Das Istituto per le Opere di Religione (IOR), bekannt als der Vatikanbank, hat den Kardinal Giuseppe Petrocchi als neuen Präsidenten seiner Kardinalskommission gewählt, als Ersatz für den Kardinal Christoph Schönborn, der aus Altersgründen zurücktritt. Die Ernennung wurde an diesem Montag, dem 2. Februar 2026, von Vatican News bekanntgegeben, das die Ankündigung des vatikanischen Instituts selbst wiedergibt.

Ein Wechsel in der Führung eines Schlüsselsorgans

Die Kardinalskommission ist eines der Regierungsorgane des IOR und besteht aus fünf Kardinälen, die vom Papst gewählt werden und für die Überwachung der Verwaltung und der Einhaltung der Statuten der Vatikanbank verantwortlich sind. Der Präsident wird von seinen Kollegen innerhalb der Kommission gewählt und hat unter anderem die Aufgabe, die Treue zu den ethischen und kanonischen Prinzipien in der Verwaltung der Ressourcen zu überwachen.

Giuseppe Petrocchi, emeritierter Erzbischof von L’Aquila, tritt an die Stelle von Christoph Schönborn als Präsident, der das Amt mehr als ein Jahrzehnt innegehabt hat und sein Mandat aufgrund von Altersgrenzen beendet. Der Kardinal Petrocchi war bereits seit 2020 Mitglied dieser Kommission und gehört auch anderen Organen des Heiligen Stuhls an, wie dem Rat für die Wirtschaft und dem Dikasterium für den Klerus.

Ein pastorales und kirchliches Regierungsprofil

Der Kardinal Petrocchi ist bekannt für seine Jahre des pastoralen Ministeriums als Erzbischof in Italien und für seine Erfahrung in Organen der Römischen Kurie. In seinen ersten Erklärungen nach der Ernennung hob er hervor, „direkter Zeuge der wichtigen Entwicklungen zu sein, die das Institut im Dienst des Papstes und der universalen Kirche vorangetrieben hat“, und versicherte, dass man zusammen mit dem Aufsichtsrat des IOR „den Weg der kontinuierlichen Verbesserung und der Zusammenarbeit im vollen Respekt vor der katholischen Ethik sowie den Prinzipien der Transparenz und der Mitverantwortung fortsetzen“ werde.

Der IOR und seine Rolle innerhalb des Heiligen Stuhls

Der IOR, gegründet 1942 als Institut für die Werke der Religion, ist kein kommerzielles Bankinstitut im strengen Sinne, sondern eine vatikanische Institution, die für die Verwaltung von Gütern und Ressourcen zuständig ist, die für Werke der Nächstenliebe und zur Unterstützung der Mission der Kirche bestimmt sind, gemäß dem kanonischen Recht. Er wird von mehreren Organen regiert, darunter die Kardinalskommission, die die Einhaltung seiner Statuten überwacht und direkt dem Papst Bericht erstattet.

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