Evangelium des Tages 31. Januar 2026 – Markus 4,35-41

Erste Lesung

Lesung aus dem zweiten Buch Samuel

2 Samuel 12, 1-7. 10-17

In jenen Tagen sandte der Herr den Propheten Natan zu König David. Natan kam vor den König und sagte zu ihm: „Es wohnten zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder, der Arme aber hatte nur ein einziges Lamm, das er sich gekauft hatte. Er hatte es selbst aufgezogen, und es war herangewachsen bei ihm und bei seinen Kindern. Es aß von seinem Brot, trank aus seinem Becher und schlief in seinen Armen. Er liebte es wie eine Tochter. Eines Tages kam ein Gast zu dem Reichen, und er wollte nichts von seinen Schafen und Rindern schlachten, sondern er nahm das Lamm des Armen und bereitete es für den Gast zu.“

Als David das hörte, wurde er sehr zornig und sagte zu Natan: „So wahr Gott lebt: Der Mann, der das getan hat, ist des Todes! Weil er das Lamm des Armen nicht geschont hat, soll er es vierfach ersetzen.“

Da sagte Natan zu David: „Du bist der Mann! Darum lässt der Herr dir sagen: ‚Das Schwert soll nie von deinem Haus weichen, weil du mich verachtet und die Frau des Hethiters Uria dir zur Frau genommen hast. Aus deinem eigenen Haus werde ich dir Unheil entstehen lassen; ich werde dir deine Frauen vor deinen Augen nehmen und sie einem anderen geben, der mit ihnen auf dem Dach schlafen wird. Du hast es im Verborgenen getan; ich aber werde dies tun vor ganz Israel und in der Öffentlichkeit.‘ “

David sagte zu Natan: „Ich habe gegen den Herr gesündigt.“ Natan erwiderte: „Der Herr vergibt dir deine Sünde; du wirst nicht sterben. Weil du aber den Herrn verachtet hast durch das, was du getan hast, wird das Kind, das dir geboren ist, sterben.“ Und Natan ging nach Hause.

Der Herr schickte eine schwere Krankheit auf das Kind, das die Frau des Hethiters Uria David geboren hatte. David bat Gott um das Kind, fastete streng und nachts legte er sich auf den Boden. Seine Hausdiener baten ihn, aufzustehen, aber er hörte nicht auf sie und wollte nicht mit ihnen essen.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Markus 4, 35-41

An jenem Tag, als es Abend wurde, sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren.“ Sie schickten die Menge weg und nahmen Jesus mit in dem Boot, in dem er saß; und andere Boote fuhren mit.

Plötzlich erhob sich ein heftiger Sturm, und die Wellen schlugen ins Boot, sodass es sich mit Wasser füllte. Jesus aber schlief auf dem Achterdeck auf einem Kissen. Sie weckten ihn und sprachen: „Lehrer, ist es dir gleichgültig, dass wir umkommen?“ Er erwachte, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: „Schweig! Still!“ Da legte sich der Wind, und es trat eine große Stille ein. Er sprach zu ihnen: „Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“ Sie aber fürchteten sich sehr und sprachen zueinander: „Wer ist denn dieser, dass auch der Wind und der See ihm gehorchen?“

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