ACCEM klärt weiterhin nicht, wer ihre Versammlung regiert, während sie mehr als 200 Millionen pro Jahr für Einwanderung verwaltet

ACCEM klärt weiterhin nicht, wer ihre Versammlung regiert, während sie mehr als 200 Millionen pro Jahr für Einwanderung verwaltet

Am 27. Januar 2026 und trotz der wachsenden öffentlichen Relevanz der Debatte über Migration und der außerordentlichen Regularisierung von Einwanderern, die von der Regierung mit expliziter Unterstützung von Kirchengruppen vorangetrieben wird, weigert sich ACCEM weiterhin, auf eine grundlegende Transparenzfrage zu antworten: Wer macht ihre Generalversammlung aus, das oberste Regierungsorgan der Einrichtung.

Infovaticana stellte diese Frage formell am 5. September 2025 per E-Mail an die Organisation und forderte allgemeine – nicht geschützte oder persönliche – Informationen über die Zusammensetzung der Versammlung, die Anzahl der stimmberechtigten Mitglieder und den Typ der Versammlungsmitglieder, ob natürliche oder juristische Personen. Es wurden keine Eigennamen oder sensible Daten verlangt, sondern ein grundlegendes Bild der internen Machtstruktur einer NGO, die Zahlen handhabt, die denen eines großen öffentlichen Unternehmens entsprechen. Bis heute ist diese E-Mail unbeantwortet geblieben.

Es handelt sich nicht um einen isolierten Vorfall. Es ist uns bekannt, dass mehrere Leser von Infovaticana nach der Veröffentlichung des ersten Artikels über ACCEM ähnliche Anfragen an die Organisation gestellt haben, sowohl formell als auch informell. Das Ergebnis war dasselbe: absolutes Schweigen. Keine Klärung, kein Kommuniqué, keine öffentliche Erwähnung, die es ermöglicht, zu erfahren, wie sich die interne Legitimation der Leitung einer Einrichtung intern rechtfertigt, die laut ihrer eigenen Memoria 2024 vorläufige Einnahmen von über 225 Millionen Euro verbuchte, von denen mehr als 88 % aus der Generalverwaltung des Staates stammen.

Dieses Datum ist weder unwichtig noch nebensächlich. ACCEM ist heute einer der Hauptakteure des öffentlichen Systems zur Aufnahme von Einwanderern und Asylbewerbern in Spanien. Sie beschäftigt Tausende von Mitarbeitern, verfügt über Tausende von Aufnahmekapazitäten und Tausende von jährlichen Begünstigten. Ihr tatsächlicher Einfluss auf die materielle Umsetzung der Migrationspolitik ist unbestreitbar. In der Praxis fungiert sie als struktureller Bestandteil des geltenden Migrationsmodells, das fast vollständig mit öffentlichen Geldern finanziert wird.

In diesem Kontext ist die Undurchsichtigkeit bezüglich ihrer Generalversammlung besonders gravierend. Der Vorstand von ACCEM ist bekannt und wird in Organigrammen und Jahresberichten aufgeführt. Ihre Präsidentin, Pilar Samanes Ara, und andere wichtige Positionen haben öffentliche Profile, die mit dem kirchlichen Bereich verbunden sind. Nichts davon ist illegal oder verborgen. Was im Dunkeln bleibt, ist das Organ, das diesen Vorstand wählt, die strategischen Linien festlegt und letztlich die Entscheidungen legitimiert, die Hunderte von Millionen Euro an öffentlichen Mitteln betreffen.

Das Fehlen von Informationen kann nicht durch Datenschutzgründe gerechtfertigt werden. Zu wissen, ob die Versammlung aus wenigen Personen oder einem großen Kollektiv besteht, ob sie periodisch erneuert wird oder jahrelang geschlossen bleibt, oder ob sie aus Individuen oder Einheiten besteht, ist eine grundlegende Frage der Governance. Es ist zudem ein minimaler Transparenzstandard, der von jeder Organisation gefordert werden kann, die in so überwältigender Weise von öffentlicher Finanzierung abhängt.

Diese mangelnde Klarheit gewinnt in dem aktuellen politischen und kirchlichen Klima noch größere Relevanz. Die massenhafte Regularisierung von Einwanderern, die von der Regierung gefördert wird, konvergiert mit einem Diskurs, der von der Spanischen Bischofskonferenz und ihren verbundenen Einrichtungen aufrechterhalten wird, der auf Aufnahme und Integration ausgerichtet ist, mit geringem Fokus auf die strukturellen Grenzen oder die sozialen Auswirkungen dieser Politiken. ACCEM, mit anerkannten kirchlichen Wurzeln, positioniert sich genau an dem Punkt, an dem dieser moralische Diskurs in praktische Umsetzung durch Verträge, Subventionen und vom Staat finanzierte Programme übergeht.

Es geht nicht darum, eine Anklage zu erheben oder die Legalität der Tätigkeit von ACCEM in Frage zu stellen, sondern eine evidente institutionelle Inkohärenz aufzuzeigen. In einem demokratischen System erfordert die Verwaltung öffentlicher Gelder nicht nur Buchprüfungen, sondern auch Transparenz darüber, wer die Entscheidungen trifft und unter welcher internen Legitimität. Wenn das oberste Organ einer Einrichtung, die mehr als 200 Millionen Euro jährlich verwaltet, unsichtbar bleibt, wird die Frage nicht mehr ideologisch, sondern streng demokratisch.

Das anhaltende Schweigen von ACCEM vertreibt die Zweifel nicht; es verschärft sie. Solange nicht geklärt wird, wer ihre Generalversammlung zusammensetzt und wie die interne Kontrolle ausgeübt wird, bleibt eine fundamentale Frage für die gesamte Gesellschaft offen: Wenn das Geld öffentlich ist und die sozialen Konsequenzen kollektiv, warum bleibt die interne Macht eines der Säulen des Migrationsmodells außerhalb der öffentlichen Prüfung?

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