Evangelium des Tages 20. Januar 2026 – Markus 2, 23-28

Erste Lesung

Lesung aus dem ersten Buch Samuel 

1 Samuel 16, 1-13

In jenen Tagen sprach der Herr zu Samuel: „Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich habe ihn verworfen, er soll nicht mehr König über Israel sein. Geh zum Haus Isais nach Betlehem, denn von seinen Söhnen habe ich mir einen König ausersehen. Fülle dein Horn mit Öl und geh hin, um ihn zu salben!“

Samuel erwiderte: „Wie soll ich dorthin gehen? Wenn Saul es erfährt, tötet er mich.“ Der Herr antwortete: „Nimm eine junge Kuh mit und sage: ‚Ich bin gekommen, um dem Herrn ein Opfer darzubringen.‘ Lade Isai zum Opfer ein, und ich werde dir sagen, was du tun sollst. Dann salbe den, den ich dir weise!“

Samuel tat, was der Herr ihm gesagt hatte. Als er nach Betlehem kam, eilten ihm die Ältesten der Stadt ängstlich entgegen und fragten: „Kommst du in Frieden?“ Er antwortete: „Ja. Ich bin gekommen, um dem Herrn ein Opfer darzubringen. Reinigt euch und kommt mit mir zum Opfer.“ Dann reinigte er Isai und seine Söhne und lud sie auch zum Opfer ein.

Als sie vor ihn traten, sah Samuel Eliab, den ältesten Sohn Isais, und dachte: „Dieser muss der Gesalbte des Herrn sein.“ Aber der Herr sprach: „Richte dich nicht nach seinem Aussehen und seiner stattlichen Gestalt; ich habe ihn verworfen. Denn nicht sieht der Herr auf das, was der Mensch sieht. Der Mensch schaut auf das Äußere, der Herr schaut auf das Herz.“

Isai ließ Abinadab vor Samuel treten, doch Samuel sagte: „Auch diesen hat der Herr nicht erwählt.“ Isai ließ Schamma vor Samuel treten, doch Samuel sagte: „Auch diesen hat der Herr nicht erwählt.“ So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel treten; aber Samuel sagte zu Isai: „Diese sind es nicht, die der Herr erwählt hat.“ Da fragte er Isai: „Sind das alle deine Söhne?“ Er antwortete: „Es fehlt noch der jüngste; der hütet die Schafe.“ Samuel sagte zu Isai: „Sende nach ihm und lass ihn holen; denn wir setzen uns nicht zu Tisch, ehe er da ist.“ Isai schickte nach ihm und ließ ihn holen.

Der Knabe war rötlich, hatte schöne Augen und ein schönes Aussehen. Da sprach der Herr zu Samuel: „Steh auf und salbe ihn; denn dieser ist es!“ Samuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte ihn vor seinen Brüdern. Von diesem Tag an war der Geist des Herrn über David. Samuel machte sich auf den Weg und ging nach Rama.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus 

Markus 2, 23-28

Eines Sabbats ging Jesus durch die Saatfelder; und seine Jünger fingen an, im Gehen Ähren abzupflücken. Da sagten die Pharisäer zu ihm: „Sieh, was machen deine Jünger am Sabbat? Sie tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist.“

Er erwiderte ihnen: „Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er und seine Begleiter Mangel litten und Hunger hatten? Wie er unter Abjatar, dem Hohenpriester, in das Haus Gottes ging und von den Schaubrotei aß, die nur die Priester essen dürfen, und auch seinen Begleitern davon gab?“

Und er fügte hinzu: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist also der Menschsohn Herr auch über den Sabbat.“

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