Die Katholiken der Diözese Charlotte (North Carolina, USA) haben zu einem öffentlichen Rosenkranzgebet als Akt der Sühne aufgerufen angesichts der Maßnahmen des Bischofs Michael T. Martin, die die Verbannung von Kommunionsgitter und Kniebänken für die Empfang der Heiligen Kommunion in den Messen des Novus Ordo umfassen.
Die Veranstaltung fand gestern, Donnerstag, den 15. Januar, um 12:00 Uhr (lokale Zeit) im Pastoralzentrum der Diözese (1123 S Church St, Charlotte, NC 28203) statt. Die Einladung bat die Gläubigen, sich anzuschließen „um den Rosenkranz zur Sühne zu beten“ für Richtlinien, die nach ihrer Meinung traditionelle Praktiken zerstören, die Früchte in das diözesane Leben getragen haben.
Das Verbot tritt heute in Kraft: 16. Januar 2026
LifeSiteNews erinnert daran, dass der Bischof Martin Mitte Dezember offiziell angeordnet hat, dass die Kommunionsgitter und Kniebänke nicht mehr für den Empfang der Kommunion in den Messen des ordentlichen Ritus ab heute, 16. Januar 2026 verwendet werden sollen. Zudem soll er die Entfernung jeglicher „temporären oder beweglichen Elemente“ gefordert haben, die zum Knien während der Kommunion gedacht sind.
Vorherige Einschränkungen der traditionellen Messe
Die Einladung erfolgt in einem Kontext anhaltender liturgischer Spannungen. Seit seiner Ankunft im Bistum im Jahr 2024 hat Martin Veränderungen „fern von der Tradition“ vorangetrieben und im Jahr 2025 die vier Feiern der traditionellen Lateinmesse in der Diözese auf eine einzige reduziert, die in eine kleine Kapelle verlegt wurde, die etwa 40 Kilometer vom Zentrum von Charlotte entfernt liegt.
Trotzdem – laut LifeSiteNews – füllen die Gläubigen diese Kapelle jeden Sonntag, mit Anfahrten von bis zu zwei Stunden, und mit Besucherzahlen im Oktober, die zwischen 600 und 625 Personen liegen, wenn man die leise Messe und die gesungene Messe zusammenrechnet.
Dubia von Priestern an den Vatikan
Laut derselben Quelle haben 31 Priester – etwa ein Viertel des diözesanen Klerus – Dubia beim Vatikan eingereicht und um Klärungen zur Autorität des Bischofs gebeten, diese Einschränkungen traditioneller Praktiken im Zusammenhang mit dem Empfang der Eucharistie aufzuerlegen.
