Der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, traf sich am 12. Januar im Weißen Haus mit dem Erzbischof Paul Coakley, der kürzlich zum Präsidenten der United States Conference of Catholic Bishops (USCCB) gewählt wurde, um Fragen von „gegenseitigem Interesse“ zu besprechen, darunter voraussichtlich die Einwanderung und die Situation in Venezuela.
Msgr. Coakley, Erzbischof von Oklahoma City, wurde im November 2025 zum Präsidenten des US-amerikanischen Episkopats gewählt, und dieser Besuch war sein erstes offizielles Treffen mit dem derzeitigen Präsidenten seit seiner Amtsübernahme. Das Treffen fand hinter verschlossenen Türen statt und die Anwesenheit des Vizepräsidenten JD Vance sowie anderer hoher Beamter der Administration war ebenfalls dabei.
Die Sprecherin der USCCB, Chieko Noguchi, erklärte in einer späteren Mitteilung, dass das Treffen den Dialog über gemeinsame Themen ermöglichte und Räume für zukünftige Gespräche öffnete. „Erzbischof Coakley dankt für die Teilnahme und freut sich darauf, die Gespräche fortzusetzen“, hieß es.
Einwanderung und internationale Politik
Obwohl keine konkreten Details zu den besprochenen Angelegenheiten gegeben wurden, bestätigt Aciprensa, dass die Einwanderung zu den zentralen Themen des Dialogs zwischen der Kirche und der US-Administration gehört. Coakley selbst hatte diese Möglichkeit in einem Interview am 21. Dezember 2025 mit dem Programm Face the Nation von CBS News angedeutet, in dem er sagte, dass es Gelegenheiten gäbe, „zusammen zu arbeiten“ und „offen mit dem Präsidenten zu sprechen“.
Papst Leo XIV hat mehrmals wiederholt, dass Migranten mit Würde behandelt werden müssen, und ermutigt die Gläubigen sowie die US-amerikanische Gesellschaft, auf die Botschaft der Bischöfe des Landes in dieser Angelegenheit zu hören.
Ein weiteres mögliches besprochenes Thema war die Situation in Venezuela, insbesondere nach der kürzlichen militärischen Aktion der Vereinigten Staaten, um den venezolanischen Präsidenten am vergangenen 4. Januar zu fangen. In diesem Kontext forderte der Papst öffentlich den vollen Respekt vor der nationalen Souveränität Venezuelas sowie den Menschen- und Bürgerrechten seiner Bevölkerung.
Kürzlicher diplomatischer Kontext
Dieser Montag, 12. Januar, empfing Papst Leo XIV im Vatikan die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado, eine Geste, die die Aufmerksamkeit des Heiligen Stuhls für die schwere politische und humanitäre Krise unterstreicht, durch die das hispanoamerikanische Land geht.
