Roche verbreitete einen Text gegen die traditionelle Messe im Konsistorium

Roche verbreitete einen Text gegen die traditionelle Messe im Konsistorium

Das außerordentliche Konsistorium, das letzte Woche im Vatikan abgehalten wurde, ließ eines der Themen aus der öffentlichen Debatte heraus, das zahlreiche Gläubige am meisten beschäftigt: die Liturgie und insbesondere die traditionelle lateinische Messe. Obwohl das Thema zunächst in der Agenda stand, die vom Papst Leo XIV selbst vorgeschlagen wurde, wurde es schließlich per Abstimmung beiseitegeschoben, mit der Begründung, es fehle an Zeit.

Allerdings hat The Catholic Herald in einer Zusammenfassung vom 11. Januar enthüllt, und dies wurde später von Secretum Meum Mihi hervorgehoben, dass die Frage nicht vollständig vom Konsistorium abwesend war. Laut dem Zeugnis eines teilnehmenden Kardinals wurde die Liturgie – und konkret die traditionelle Messe – schriftlich eingebracht, abseits der Debatte in der Plenarsitzung.

Ein Text von Arthur Roche, am Ende übergeben

Der von The Catholic Herald zitierte Abschnitt ist aufschlussreich:

„Während die Liturgie beiseitegelassen wurde, erhielten wir am Ende ein Dokument, das vom Kardinal Arthur Roche verfasst wurde, ziemlich negativ über die Traditionelle Lateinische Messe.“

Dieses Vorgehen – eine kritische Bewertung durch ein schriftliches Dokument einzuführen und nicht durch eine offene Diskussion unter den Kardinälen – wurde von verschiedenen Beobachtern als besorgniserregendes Zeichen interpretiert. Für viele deutet es darauf hin, dass die Ausrichtung des Heiligen Stuhls in dieser Angelegenheit bereits im Voraus entschieden ist, ohne echten Willen zu kollegialem Austausch.

Ein zunehmend restriktiver Ansatz

Wie Secretum Meum Mihi unterstreicht, passt dieser Vorfall in eine gut bekannte Entwicklung. Der Kardinal Arthur Roche, derzeitiger Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst, war einer der Hauptumsetzer der Linie, die durch Traditionis custodes und die nachfolgenden Responsa ad Dubia von 2021 vorgegeben wurde. Darin forderte Roche die Bischöfe auf, zu zeigen, wie sie zu einer „einheitlichen Feierform“ fortschritten, was in der Praxis zu strengen Einschränkungen der traditionellen Liturgie geführt hat.

In nicht wenigen Diözesen – insbesondere in den Vereinigten Staaten – hat dieser Druck zu Verboten geführt, die über den gesetzlichen Text hinausgehen: Entfernung von Kniebänken, Verbot der Feier ad orientem, Unterdrückung traditioneller Ornamente oder willkürliche Einschränkungen der Nutzung des traditionellen römischen Ritus.

Offizielles Schweigen und offene Fragen

Die Tatsache, dass die Kardinäle während des Konsistoriums ein kritisches Dokument über die traditionelle Messe erhielten, ohne dass sein Inhalt einer öffentlichen Debatte unterzogen wurde, wirft berechtigte Fragen auf. Welche Argumente enthält dieser Text? Welche konkrete Bewertung wird des traditionellen Ritus gemacht? Handelt es sich um eine bloße Meinung oder um ein programmatisches Dokument mit praktischen Konsequenzen?

Sein Inhalt könnte Licht auf den Kurs werfen, der in liturischen Fragen durchgesetzt werden soll, und auf die tatsächliche Rolle, die das Kardinalskollegium in diesen Entscheidungen spielen soll.

Das nächste Konsistorium, das für den Monat Juni geplant ist, gewinnt dadurch besondere Relevanz. Für viele wird es die Gelegenheit sein, zu prüfen, ob die Liturgie wieder in den Mittelpunkt der Debatte rückt oder ob die Entscheidungen erneut auf indirekte Weise getroffen werden, fern von einer offenen und kollegialen Diskussion.

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