Der Kardinal José Cobo, Erzbischof von Madrid und Vizepräsident der Spanischen Bischofskonferenz, hat offiziell bestätigt, dass Papst León XIV plant, 2026 nach Spanien zu reisen, und betonte, dass es sich um eine persönliche Initiative des Pontifex handelt, jenseits der Einladungen aus verschiedenen Kreisen.
Die Ankündigung erfolgte nach einem technischen Treffen in Rom, um mit der Ausarbeitung der organisatorischen Details der Reise zu beginnen. Wie der Kardinal erklärte, entspricht der Besuch dem ausdrücklichen Wunsch des Papstes, die Realität der Kirche in Spanien aus erster Hand kennenzulernen und sich mit den Gläubigen zu treffen.
Unter den geplanten Zielen befinden sich Madrid und Barcelona sowie Kanaren, deren Aufnahme nicht geringfügig oder zufällig ist. Die Präsenz des Papstes auf dem Archipel weist klar auf die Migrationsfrage hin, eines der Achsen, die den Beginn des Pontifikats von León XIV geprägt haben und das voraussichtlich eine zentrale Rolle in der Botschaft der Reise spielen wird.
Obwohl die Reise als sicher gilt, sind die endgültigen Daten noch nicht bestätigt, da sie von der päpstlichen Agenda und der Entwicklung der Vorbereitungen abhängen. Als orientierende Referenz wurde der Bereich um den 10 de junio erwähnt, der mit dem hundertsten Jahrestag des Todes des Architekten Antonio Gaudí zusammenfällt, einer Figur, die eng mit der Basilika der Sagrada Família in Barcelona verbunden ist.
Der Kardinal Cobo betonte, dass es sich nicht um einen informellen Besuch handeln wird, sondern um eine Reise mit einem ausgeprägten pastoralen Charakter. Ebenso versicherte er, dass die Gespräche mit den zivilen Behörden normal verlaufen und dass gute institutionelle Beziehungen bestehen, um den Besuch zu erleichtern.
Fokus auf die Migration
Die Bestätigung von Kanaren als Teil der päpstlichen Route kann nicht von dem ausgeprägten migrationspolitischen Fokus getrennt werden, der einen großen Teil der jüngsten kirchlichen Diskurse begleitet hat. Das Archipel ist zu einem der Haupt-Symbolorte des Migrationsdrucks nach Europa geworden, und seine Aufnahme in die päpstliche Agenda scheint eher einer politischen und medialen Absicht zu entsprechen, die sich mit dem pastoralen Ton vermischt.
Es bleibt abzuwarten, ob die Reise auch dazu dienen wird, den lokalen Gemeinschaften zuzuhören, die direkt von den sozialen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen dieses Phänomens betroffen sind, oder ob die Botschaft auf eine einseitige Lesart reduziert wird, die sich ausschließlich auf die Aufnahme konzentriert, ohne die Verantwortlichkeiten der Staaten oder die tiefgreifenden Ursachen des Problems anzusprechen.
