Ein katholischer Priester wurde dienstags in der Innenstadt der Stadt Modena, im Norden Italiens, während er seinen Alltag ausübte, erstochen. Der Angriff, der zunächst als möglicher Raubversuch untersucht wurde, wurde schließlich von der Polizei als absichtlicher Angriff mit Tötungsabsicht eingestuft.
Laut der Nachrichtenagentur ANSA ist das Opfer Rodrigo Grajales Gaviria, ein kolumbianischer Priester von 45 Jahren, der mit einer Stichwaffe in den hinteren Teil des Halses verletzt wurde. Nach dem Angriff wurde er eilig in ein Krankenhaus gebracht, wo er einer sofortigen chirurgischen Intervention unterzogen wurde. Wie die Ärzte später bestätigten, befindet sich der Priester außer Lebensgefahr, da die Wunde, obwohl ausgedehnt, nicht tief genug war, um sein Leben zu gefährden.
Am Mittwoch schlossen die Sicherheitskräfte offiziell das Raubmotiv aus und stellten fest, dass der Angriff absichtlich und gezielt war. Die Polizei erklärte zudem, dass sie darauf vertraut, den Angreifer zu identifizieren und das Motiv des Stichangriffs in den nächsten Tagen aufzuklären.
Der Pfarrer der Kirche San Giovanni Evangelista in Modena, Pater Grazia Gavioli, in der der verletzte Priester pastoral mitwirkt, erklärte, dass Pater Grajales nach der Operation, sobald er das Bewusstsein wiedererlangt hatte, ein langes Gespräch mit den Beamten führte, um relevante Informationen für die Untersuchung beizutragen.
Laut dem Pfarrer ist der Gemütszustand des Priesters positiv. «Er scherzt und grüßt alle, dankt für die Gebete und die Zuneigung, die er erhalten hat», sagte er, während er seine Dankbarkeit gegenüber dem medizinischen Personal und den Sicherheitskräften für ihre schnelle und professionelle Handlung ausdrückte.
Die Erzdiözese Modena-Nonantola hat ihrerseits öffentlich ihre Nähe zum kolumbianischen Priester zum Ausdruck gebracht und den zahlreichen Solidaritätsnachrichten gedankt, die von Institutionen und verschiedenen Bereichen der Gesellschaft nach dem Angriff eingegangen sind.
