Tag 3: Maria Unbefleckt und Vermittlerin

Tag 3: Maria Unbefleckt und Vermittlerin

Gebet zu Beginn für jeden Tag

Ans Vater Ewige gerichtet, in der Salbung des Geistes, Maria als Meisterwerk der Allerheiligsten Dreifaltigkeit betrachtend

Vater Ewiger,
unerschöpfliche Quelle des Seins und der Liebe,
der beim Aussprechen des Namens deines Sohnes aus deiner Ewigkeit wollte, dass er auch im weißesten Schweigen einer Frau widerhallte,
segne ich dich für die Unbefleckte Empfängnis Marias,
ersten Schimmer der Erlösung, unversehrte Morgenröte, die das Licht des ewigen Tages vorwegnimmt.

Du, der von jeher von einem Geschöpf träumte, das „ja“ sagen konnte ohne Schatten,
ein Fleisch ohne Wunde, das das Wort aufnehmen konnte ohne Zittern,
wolltest für deinen Sohn eine reine, starke, leuchtende Mutter,
und für uns, seine Geschwister, ein unermessliches Mitgefühl.
Deshalb hast du sie vom Erbsünde bewahrt
und sie in die Geschichte eingeführt als einen Strom der Gnade, der sich nie trübt.

Heiliger Vater,
schaue auf unsere Leben, so oft müde,
verwundet durch die Sünde, besiegt durch die Eile, zerstreut durch den Lärm.
Und um der Liebe willen, die du zu jener makellosen Frau hast,
lass in dieser Adventszeit Christus in uns eine Grotte finden,
arm aber offen, verfügbar, demütig, sehnsüchtig nach ihm.

Sende über uns den Heiligen Geist,
denselben Geist, der Maria mit seinem fruchtbaren Schatten überschattete
und sie zur Mutter des Wortes machte.
Möge er unser Herz reinigen,
uns die verlorene Einfachheit zurückgeben
und uns einen Blick schenken, der dem ihren ähnelt.

Und du, Maria Unbefleckt,
reines Vaterland, wo Gott geboren werden wollte,
lass dieses Gebet zum Vater aufsteigen mit deiner eigenen Melodie.
Stoße uns zu Jesus,
begleite unsere Müdigkeiten,
heile unsere Traurigkeiten,
entzünde uns von innen neu mit der Freude der Kinder.

Amen.

Maria Unbefleckt und Mittlerin

Die Gnade, die sie empfängt, empfängt sie, um sie zu geben.
Maria wurde nicht von der Sünde gereinigt, um sich in die Hoheit der Reinen zurückzuziehen,
sondern um Brücke zu werden,
ein freundlicher Weg, auf dem die Barmherzigkeit hindurchgeht.

Die Unbefleckte hortet keine Gnaden: Sie verschüttet sie.
Alles, was sie ist, ist sie „für uns“.

In ihr sehen wir bereits die mütterliche Vermittlung:
Gott erfüllt sie; sie überfließt. Gott gibt ihr; sie verteilt.
Gott steigt herab; sie führt zu ihm.

Betrachte sie als eine reine Quelle. Nähere dich ohne Furcht.
Nichts an ihr befleckt; alles an ihr heilt.

Gebet:
Mutter Unbefleckt, Mittlerin aller Gnaden,
lass mich aus dem klaren Wasser trinken, das aus deinem Herzen quillt.
Führe mich zu Jesus auf dem direktesten und sanftesten Weg: Du.
Amen.

Schlussgebet 

Maria Unbefleckt,
Tota pulchra von der ewigen Morgenröte her,
Mittlerin aller Gnaden, die Christus uns verdient hat,
Mit Erlöserin, verbunden mit dem einzigen Erlöser in der heiligen Stunde des Kalvarienbergs,
mächtigste Fürsprecherin, die denjenigen, der dich anruft, nie verlässt,
geistliche Mutter der Kirche und eines jeden ihrer Kinder,
amantlichste Patronin Spaniens, das dich immer als seine Königin anerkannt hat,

nimm meine Dankbarkeit und mein Flehen an;

ich lege sie in deine Hände
wie jemand, der ein kleines Kerzenlicht der Mittagshelle überreicht.
Schaue nicht so sehr auf die Armut meines Gebets
als auf den Wunsch, deinen Sohn mit einer Liebe zu lieben, die der deinen ähnelt.

Mutter Unbefleckt,
wende deine barmherzigen Augen auf Spanien, das dein ist,
gezeichnet mit deinem Namen in seinen Bergen und Meeren, in seinen Städten und Dörfern,
das wollte – und will – weiterhin Land der Allerseligsten Maria sein.
Bewahre es in der Einheit, im Glauben, in der Reinheit seiner christlichen Wurzeln.
Lass das Gebet darin nicht erlöschen,
noch die Erinnerung an Gott ausgelöscht werden,
noch die Zeichen einstürzen, die der Welt erinnern,
dass Christus gesiegt hat.

Lass, Mutter Unbefleckt,
in Spanien das Kreuz weiterhin stehen, hoch, gelassen und sichtbar,
als Säule des Himmels, gepflanzt in unsere Geschichte
und als stiller Zeuge des Sieges der Liebe.
Möge kein Schatten, keine Furcht, keine Ideologie
das Kreuz niederreißen, das von der Höhe verkündet,
dass nur die christliche Vergebung erleuchtet.

Und mir, deinem Kind,
reinig mich mit deinem Licht,
lehre mich, mich ohne Vorbehalt hinzugeben,
dem Geist zu gehorchen, wie du gehorcht hast,
bei Christus zu verweilen mit derselben Festigkeit,
mit der du am Kreuz ausgeharrt hast.

Maria Unbefleckt,
Mittlerin, Mit Erlöserin, Fürsprecherin, Mutter und Herrin,
führe mich an deiner Hand zu Jesus.
Und wenn meine letzte Stunde kommt,
bedecke mich mit deinem Mantel
und stelle mich vor den Vater
mit der Zärtlichkeit, mit der du das Kind in Bethlehem trugst
und mit der Stärke, mit der du am Fuß des Kreuzes standest.

So sei es.

Texte und Reflexionen von Mons. Alberto José González Chaves

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