Während des Angelusgebets an der Solemnität Christi König, diesen Sonntag, den 23. November, richtete der Papst eine Botschaft aus, die von Sorge und Schmerz geprägt war angesichts der Welle von Entführungen, die christliche Gemeinschaften in Nigeria und Kamerun trifft. Der Pontifex rief leidenschaftlich zur sofortigen Freilassung von Priestern, Gläubigen und entführten Studenten in den letzten Tagen auf und forderte die Regierungen auf, „die notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Gewalt zu stoppen.
Die Botschaft enthielt auch eine Begrüßung an die Teilnehmer des Weltjugendtages in den Diözesen sowie eine Erwähnung seiner bevorstehenden apostolischen Reise nach der Türkei und in den Libanon.
Wir geben unten die Botschaft des Heiligen Vaters wieder:
Liebe Brüder und Schwestern:
Bevor wir gemeinsam das Angelus beten, möchte ich alle begrüßen, die an dieser Jubiläumsfeier teilgenommen haben, insbesondere die Chöre und Gesangsgruppen aus aller Welt. Vielen Dank für eure Anwesenheit! Möge der Herr euren Dienst segnen!
Ich richte meinen Gruß an alle anderen Pilger, insbesondere an die Christlichen Arbeiter-Assoziationen Italiens (A.C.L.I.), an die aus dem Bistum Teramo-Atri und an die Gläubigen aus einigen Bistümern der Ukraine: Nehmt den Umarmungsgruß und das Gebet dieses Platzes mit nach Hause!
Mit unermesslicher Traurigkeit habe ich die Nachricht vom Entführen von Priestern, Gläubigen und Studenten in Nigeria und Kamerun erhalten. Ich empfinde tiefen Schmerz, besonders für die zahlreichen entführten jungen Menschen und ihre gequälten Familien. Ich erhebe einen leidenschaftlichen Appell zur sofortigen Freilassung der Geiseln und fordere die zuständigen Behörden auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um dies zu erreichen. Beten wir für diese unsere Brüder und Schwestern und dafür, dass Kirchen und Schulen immer und überall sichere Räume der Hoffnung bleiben.
Heute wird der Weltjugendtag in den Diözesen der ganzen Welt gefeiert. Ich segne und umarme geistlich alle, die an den verschiedenen Feiern und Initiativen teilnehmen. Am Fest Christi König bete ich, dass jeder junge Mensch die Schönheit und Freude entdeckt, ihm, dem Herrn, nachzufolgen und sich seinem Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens zu widmen.
Mein apostolisches Reise nach der Türkei und in den Libanon steht schon bevor. In der Türkei wird das 1700-jährige Jubiläum des Konzils von Nicäa gefeiert. Aus diesem Grund wird heute das apostolische Schreiben In unitate fidei veröffentlicht, das dieses historische Ereignis gedenkt.
Wenden wir uns nun an die Jungfrau Maria und befehlen ihrer mütterlichen Fürsprache all diese Absichten und unser Gebet um den Frieden an.