Die Kunst, Kontroversen zu erzeugen: der Weg der Verwirrung, den Tucho Fernández hinterlässt

Die Kunst, Kontroversen zu erzeugen: der Weg der Verwirrung, den Tucho Fernández hinterlässt

Die Laufbahn des Kardinals Víctor Manuel Fernández —alias Tucho— an der Spitze des Dikasteriums für die Glaubenslehre (DDF) häuft Kontroverse auf Kontroverse, Verwirrung und unnötige Spannungen in der Kirche an. So klagt eine Analyse auf, die von The Catholic Herald veröffentlicht wurde und die lange Kette von Skandalen, doktrinären Fehlern und Glaubwürdigkeitskrisen beschreibt, die sich bereits vor seiner Ernennung im Jahr 2023 durch seinen Freund und Mentor, Papst Franziskus, anhäuften.

Weit entfernt davon, das kirchliche Klima zu beruhigen, hat die Präsenz des argentinischen Kardinals —bekannt für seine progressiven Positionen und eine umfangreiche, wenig gepflegte pastorale Bibliografie— einen deutlichen Anstieg des Misstrauens gegenüber dem Heiligen Stuhl mit sich gebracht, begleitet von einem offensichtlichen Verfall der doktrinären Autorität des von ihm geleiteten Dikasteriums.

Ein kontroverser Präfekt schon vor seiner Ernennung

Der Artikel erinnert daran, dass bereits 2009, als Fernández als Rektor der Katholischen Universität Argentiniens vorgeschlagen wurde, der damalige Kardinal Bergoglio ihn vor einer vorläufigen Untersuchung verteidigen musste, die vom DDF selbst aufgrund doktrinärer Bedenken zu seinen Schriften angefordert worden war.

Sein Aufstieg zum Präfekten im Jahr 2023 ging mit der medialen Wiederaufnahme mehrerer seiner kontroversesten Bücher einher, einschließlich seiner Texte mit sexuellem Inhalt und Reflexionen über den „Kuss“ und den „Orgasmus“ in seinem Buch «Sáname con tu boca. El arte de besar», Werke, die der Vatikan —ohne Erfolg— aus der offiziellen Biografie nach seiner Ernennung wegließ.

Von Fiducia supplicans zur globalen Verwirrung

Das Pontifikat von Fernández an der Spitze des DDF war von Anfang an von Fiducia supplicans geprägt, einem Dokument, das trotz seiner Nuancen eine der tiefsten kirchlichen Krisen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auslöste.

Die Reaktion war so intensiv, dass einer der engsten Berater des Papstes, Kardinal Fridolin Ambongo, eine de-facto-Ausnahme für ganz Afrika erreichte, nachdem er persönlich mit Franziskus und mit Fernández selbst gesprochen hatte. Das Ergebnis war eine sichtbare Spaltung und eine neue Welle des Misstrauens gegenüber dem Heiligen Stuhl.

Erratische Entscheidungen und fehlgeschlagene Dokumente

Parallel zu Fiducia supplicans hat Fernández in wenigen Monaten mehrere Texte von ungleichmäßiger doktrinärer Qualität vorangetrieben, darunter sein umstrittenes Dokument über übernatürliche Phänomene, das im Frühling 2024 präsentiert wurde und von Theologen und Bischöfen wegen seiner Oberflächlichkeit und mangelnden Strenge kritisiert wurde.

Sogar innerhalb des Vatikans, so der Herald, soll dem Präfekten empfohlen worden sein, Interviews und externe E-Mails zu vermeiden, aufgrund des negativen Widerhalls, den seine Erklärungen erzeugten.

„Mater Populi Fidelis“: ein weiteres unnötiges Feuer

Der letzte Vorfall —Mater Populi Fidelis, über den marianischen Titel „Mit Erlöserin“— hat die Kontroverse erneut entfacht. Indem er erklärte, der Begriff sei „immer unangemessen“, ignorierte Fernández Jahrhunderte der theologischen Entwicklung und die explizite Verwendung des Konzepts durch mehrere Päpste.

Die Art der Präsentation des Dokuments half auch nicht: Bei einer „Launch-Veranstaltung“, um Fragen von Journalisten zu vermeiden, unter dem Vorwand, dass sie die „theologischen Feinheiten“ nicht verstehen würden. Der Versuch scheiterte, als ein anwesender marianischer Experte den Präfekten während der Präsentation in der Halle zu tadeln begann.

Das Ergebnis war erneut eine größere Sichtbarkeit der Debatte und ein unerwarteter Schub für Theologen, die die doktrinäre Gültigkeit des Titels Mit Erlöserin verteidigen.

„Es war nicht nötig, etwas zu sagen“

Der erfahrene Journalist Phil Lawler fasste das allgemeine Unbehagen zusammen:

„Wenn es nicht nötig ist, etwas zu sagen, ist es nötig, nichts zu sagen. Dies war einer dieser Fälle.“

Für Lawler war das Dokument nicht nur unnötig, sondern vorhersehbar entzündlich.

Eine Krise, die die doktrinäre Glaubwürdigkeit der Kirche betrifft

Der Herald erinnert daran, dass dies nicht das erste Mal ist, dass ein Kleriker mit geringer Eignung in Rom befördert wird —er zitiert die Fälle von Gustavo Zanchetta und Marko Rupnik—, betont aber, dass Fernández ein neues Element hinzufügt: ein Präfekt, der offen zugibt, keine Fähigkeit für die disziplinäre Aufgabe zu haben, die das DDF verlangt.

Der Kardinal selbst hatte vor der Übernahme des Amtes erklärt: „In vielen Angelegenheiten bin ich progressiver als der Papst“. Eine Erklärung, die in einer Zeit der Berufungskrise und massiven Abkehr in Europa nicht gerade Vertrauen schuf.

Kardinal Gerhard Müller, einer seiner Vorgänger und ehemaliger Präfekt des DDF, fasste das Problem so zusammen:

„Das mediale Lob für progressive Reformer hat niemanden zum Glauben an Jesus Christus gebracht. Nur im lebendigen Sohn Gottes kann man die Hoffnung im Leben und im Tod setzen.“

Ein diskreditiertes Dikasterium und ein angespanntes Pontifikat

Unter der Leitung von Fernández hat das DDF —einstiger Hüter der katholischen Orthodoxie— an Strenge, Klarheit und Autorität verloren. Skandale, Kontroversen und ungenaue Dokumente sind zur Norm geworden.

Und angesichts dieser Entwicklung ist der Schluss unmissverständlich: Wenn Papst Leo XIV die doktrinäre Frieden und Stabilität in der Kirche wiederherstellen möchte, kann er Fernández nicht an der Spitze des Dikasteriums belassen.

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