Der Generalsekretär von VOX, Ignacio Garriga, kritisierte im Europäischen Parlament das Schweigen und die internationale Manipulation angesichts der systematischen Verfolgung von Christen in Afrika, eine Situation, die er offen als „Genozid“ bezeichnete. Seine Intervention fand in einer Arbeitsitzung der Patriots-Gruppe zu Religionsfreiheit statt, die von den Abgeordneten Margarita de la Pisa und György Hölvényi mitkorgeführt wurde und sich mit dem demokratischen Übergang in Afrika und der Rolle der Kirche beschäftigte.
Garriga betonte, dass „man nicht über Afrika sprechen konnte, ohne über die Verfolgung der Christen zu sprechen“, und erinnerte daran, dass „mehr als 380 Millionen Christen eine gewaltsame Verfolgung erleiden“, die von Belästigung und Drohungen bis hin zu Massenmorden reicht. Er wies darauf hin, dass Nigeria das Epizentrum dieser Tragödie ist, mit „mehr als 7.000 getöteten Christen seit Januar dieses Jahres“ und mehr als 50.000 seit 2009, und warnte vor ähnlichen Mustern der Gewalt in Congo, Somalia oder Kenia. „Wir sprechen von einem Genozid“, insistierte er.
Direkte Anklage gegen das Schweigen westlicher Regierungen und internationaler Organisationen
Der VOX-Führer kritisierte, dass diese Realität auf „ein von dem Westen auferlegtes Informationsschweigen“ und eine „institutionelle Manipulation“ trifft, die die religiöse Motivation der Verbrechen vermeidet anzuerkennen. Er kritisierte, dass der spanische öffentliche Fernsehsender den Genozid an Christen sogar als „Hoax“ bezeichnet hat, und warf Organisationen wie dem Büro für Menschenrechte der UNO, Amnesty International oder Ärzte ohne Grenzen vor, absichtlich die religiöse Dimension der Massaker zu minimieren und sie auf ethnische oder politische Konflikte zu reduzieren.
Die globale Verfolgung: China, Indien, Hispanoamerika und der extreme Fall Nicaraguas
Garriga unterstrich, dass die Verfolgung der Christen nicht auf den afrikanischen Kontinent beschränkt ist. Er erinnerte daran, dass in China und Nordkorea „die Belästigung durch den Staat systematisch“ war, dass in Indien schwere Diskriminierungen bestehen und dass in Hispanoamerika Terrorgruppen, Drogenhändler und sogar Regierungen, wie die von Nicaragua, Priester verfolgt, Religiöse ausgewiesen und Tempel kontinuierlich angegriffen haben.
Verteidigung der Rolle der Christen und Kritik an der Untätigkeit Europas
In seiner Intervention hob er hervor, dass Christen „ein grundlegender Bestandteil zur Förderung von Frieden und Entwicklung der Völker“ sind, und bedauerte, dass Europa seine Wurzeln vergessen hat. Er kritisierte, dass „die Linke einen tiefen Hass gegen alles Christliche empfindet“ und warf eine Konvergenz von Interessen zwischen der politischen Linken und dem Islamismus in ihrem Angriff auf das Christentum vor. Er warf auch der europäischen Christdemokratie ihre mangelnde Reaktion auf diese Verfolgungen vor.
Er wies darauf hin, dass „die patriotischen Kräfte allein gelassen wurden“ bei der Verteidigung der verfolgten Christen, und nannte das Beispiel des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán sowie die Erinnerung, dass es Donald Trump war, der die Gewalt gegen Christen in Nigeria auf die internationale Agenda setzte.
Abschließender Appell an Europa: „Sie zu vergessen wäre, uns selbst zu verraten“
Garriga schloss mit der Warnung, dass Europa den verfolgten Christen nicht den Rücken kehren darf, da dies seine Identität und Geschichte verraten würde. Er erinnerte an das Zeugnis der Märtyrer – „mehr als 2.000 Seliggesprochene und 11 Heiliggesprochene in Spanien“ – als Aufruf zur Hoffnung, Bekehrung und Verteidigung der Wahrheit. „Wo es lebendigen Glauben gibt, sogar inmitten der Verfolgung, erblüht die Hoffnung neu, und aus dem Kreuz von heute wird ein neuer Frühling für die Kirche und unsere Nationen entspringen“, betonte er.
