Der Papst drückt sein Beileid zum Tod des Kardinals Dominik Duka, O.P., aus Prag aus.

Der Papst drückt sein Beileid zum Tod des Kardinals Dominik Duka, O.P., aus Prag aus.

Der Papst sandte ein Kondolenz-Telegramm zum Tod des Kardinals Dominik Duka, O.P., emeritierten Erzbischofs von Prag, der am Dienstag, dem 4. November 2025, im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Die Botschaft war an den Erzbischof von Prag, Monsignore Jan Graubner, gerichtet.

In seinem Telegramm äußerte der Heilige Vater seine Nähe zur kirchlichen Gemeinde von Prag, zum Orden der Prediger –dem der Kardinal Duka angehörte–, sowie zu den Priestern, Ordensleuten und Gläubigen, die „in ihm einen im Glauben geformten Hirten und furchtloses Verkündiger des Evangeliums gefunden haben“.

Der Pontifex dankte Gott für die intensive pastorale Arbeit des Kardinals Duka und hob „seinen Mut in der Verfolgungszeit hervor, als er, der Freiheit beraubt, in seiner Hingabe an Christus und die Kirche nicht nachließ“. Er betonte ferner, dass sein bischöfliches Amt, „gegründet auf dem dominikanischen Charisma der Wahrheit und der Nächstenliebe, wie sein Motto In Spiritu Veritatis erinnert, als Beispiel für treue Hingabe an die Mission bestehen bleibt“.

León XIV beauftragte die Seele des Kardinals der göttlichen Barmherzigkeit, indem er betete, dass der Herr ihn „in der Freude seines Reiches“ aufnehme. Gleichzeitig erteilte er seinen apostolischen Segen allen, die um seinen Tod trauern und an den Exequien teilnehmen.

Biografie und bischöflicher Dienst des Kardinals Duka

Dominik Duka wurde am 26. April 1943 in Hradec Králové (Ostböhmen) geboren. In den Jahren des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei erlitt er verschiedene Formen der Repression: Als junger Mann trat er heimlich in den Orden der Prediger ein und wurde nach seiner priesterlichen Weihe im Jahr 1970 der staatlichen Erlaubnis zum Ausüben des Ministeriums beraubt und gezwungen, in einer Fabrik zu arbeiten. In jener Zeit half er dem Dominikanerorden auch verdeckt.

Er wurde 1998 zum Bischof von Hradec Králové ernannt, 2010 zum Erzbischof von Prag und 2012 zum Kardinal kreiert. In seiner pastoralen Tätigkeit förderte er die Versöhnung in der tschechischen Gesellschaft, die Religionsfreiheit und nahm aktiv an der Rückgabe kirchlichen Eigentums nach dem Kommunismus teil.

Der Kardinal Duka verstarb in den frühen Stunden des Dienstags, dem 4. November 2025, im Zentralkrankenhaus der Armee in Prag. Seine Beerdigung ist für den 15. November in der St.-Vitus-Kathedrale in Prag geplant.

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