Der Papst empfängt den Präsidenten von Kroatien, Zoran Milanović, in Audienz.

Der Papst empfängt den Präsidenten von Kroatien, Zoran Milanović, in Audienz.

Der Heilige Vater Leo XIV empfing am Freitag, dem 31. Oktober 2025, im Vatikan den Präsidenten der Republik Kroatien, Zoran Milanović. Nach der privaten Audienz beim Papst traf der kroatische Staatschef Kardinal Pietro Parolin, den Staatssekretär Seiner Heiligkeit, begleitet von Msgr. Daniel Pacho, dem Unterstaatssekretär für den multilateralen Sektor der Sektion für die Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen.

Wie das Presseamt des Heiligen Stuhls mitteilte, verliefen die Gespräche in einer Atmosphäre von Herzlichkeit und gegenseitigem Respekt und spiegeln das gute Niveau der bilateralen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Kroatien wider.

Dialog über die Balkanregion und die regionale Zusammenarbeit

Während des Treffens im Staatssekretariat wurde eine Anerkennung der soliden diplomatischen Bindungen zwischen beiden Staaten zum Ausdruck gebracht, und es wurden verschiedene Themen internationaler und regionaler Art besprochen. Besondere Aufmerksamkeit galt der Situation in den westlichen Balkanstaaten sowie den Herausforderungen, denen die Region in Bezug auf Zusammenarbeit, Stabilität und Entwicklung gegenübersteht.

Der Vatikan würdigte das Engagement Kroatiens für Frieden und Dialog zwischen den Völkern sowie seine Rolle innerhalb der Europäischen Union als Brücke zwischen Westeuropa und Südosteuropa.

Eine historische und solide Beziehung

Der Heilige Stuhl und Kroatien pflegen seit mehr als drei Jahrzehnten enge diplomatische Beziehungen. Die kroatische Nation, tief geprägt von ihrer katholischen Tradition, war eine der ersten Republiken des ehemaligen Jugoslawiens, die nach ihrer Unabhängigkeit 1992 die Anerkennung durch den Vatikan erhielt. Seitdem hat die Kirche in Kroatien eine entscheidende Rolle bei der moralischen und spirituellen Wiederaufbau des Landes gespielt.

In den letzten Jahren hat der bilaterale Dialog sich weiter verstärkt, insbesondere im Hinblick auf Themen wie Religionsfreiheit, katholische Bildung und den Schutz des kirchlichen Erbes, was eine stabile Zusammenarbeit zwischen dem kroatischen Staat und der Kirche festigt.

Gemeinsames Engagement für Frieden und Stabilität

Das Treffen am Freitag reiht sich in die aktive Diplomatie von Papst Leo XIV ein, die darauf ausgerichtet ist, Dialog, Versöhnung und internationale Zusammenarbeit in Regionen zu fördern, die historisch von Konflikten geprägt sind. Sowohl der Vatikan als auch die kroatische Regierung bekräftigten ihr Engagement für das Gemeinwohl, den Schutz menschlicher Werte und die Stärkung des Friedens.

Das Kommuniqué schließt mit der Hervorhebung des Geistes von Freundschaft und gegenseitigem Verständnis, der die Visite prägte, in der die Bedeutung einer lebendigen christlichen Präsenz in Mitteleuropa und auf dem Balkan als Zeichen von Hoffnung und Einheit betont wurde.

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