USA: Kalifornien macht die chemische Abtreibung zu einem anonymen Prozess

USA: Kalifornien macht die chemische Abtreibung zu einem anonymen Prozess

Der Gouverneur von Kalifornien (USA), Gavin Newsom, unterzeichnete am 26. September das Gesetz AB-260, das es erlaubt, Abtreibungspillen zu verschreiben und abzugeben, ohne den Patienten, den verschreibenden Arzt oder die Apotheke, die das Medikament ausgibt, zu identifizieren. Die Regelung, die unmittelbar in Kraft tritt, schützt Ärzte und Apotheker vor rechtlichen Sanktionen und verbietet die Weitergabe von Informationen an Behörden anderer Bundesstaaten, in denen Abtreibungen eingeschränkt sind. Es handelt sich um einen beispiellosen Schritt sogar in den USA, der Kalifornien als den radikalsten Bundesstaat in der Förderung von Abtreibungen festigt.

Ein Abbruch ohne Gesicht und Verantwortung

Die AB-260 verwandelt den chemischen Abbruch in einen entpersonalisierten Prozess ohne Kontrolle und Verantwortung. Statt die Sicherheit der Frauen zu gewährleisten, verbirgt das Gesetz die Identität der beteiligten Fachkräfte und macht aus einem „kontrollierten medizinischen Akt“ einen administrativen Vorgang ohne Garantien. Experten warnen, dass die Anonymität eine Rechenschaftspflicht in Fällen schwerer Komplikationen verhindert, die bei chemischen Abbrüchen nicht selten sind. Der Bioethiker Pater Tadeusz Pacholczyk warnte, dass diese Maßnahme die sogenannte „informierte Wahl“ zu einer juristischen Fiktion degradiert und sowohl die Gesundheit der Frau als auch das Recht, die Wahrheit über das Verabreichte zu kennen, entblößt.

Risiko von Missbrauch und Ausbeutung

Die Kritik beschränkt sich nicht auf den Mangel an medizinischer Sicherheit. Pro-Life-Organisationen wie Students for Life of America kritisieren, dass die rechtliche Undurchsichtigkeit die Ausbeutung vulnerabler Frauen erleichtert. In Kontexten häuslicher Gewalt oder Menschenhandels kann der anonyme Abbruch als Kontrollinstrument missbraucht werden, indem er alle Spuren der Verantwortlichen eliminiert. Unter dem Vorwand, die Frau zu schützen, öffnet das Gesetz die Tür zu einem vom Staat legitimierten Schwarzmarkt, auf dem das Leben des ungeborenen Kindes zerstört wird, ohne dass jemand moralische oder juristische Verantwortung übernimmt.

Kalifornien und Spanien: zwei Seiten derselben Agenda

Das Vorgefallene in Kalifornien findet eine beunruhigende Parallele in den jüngsten Vorschlägen der Regierung von Pedro Sánchez in Spanien, die Abtreibung zu einem zentralen Element ihrer sozialen Agenda gemacht hat. Die Reform des Gesetzes von 2010, die 2023 genehmigt wurde, hob die elterliche Einwilligungspflicht für Minderjährige im Alter von 16 und 17 Jahren auf und festigte die Abtreibungspraxis als „Recht“, das im nationalen Gesundheitssystem garantiert wird. Darüber hinaus hat die Exekutive Initiativen vorangetrieben, um Abtreibungskliniken rechtlich abzusichern, und sogar ihren Schutz auf Verfassungsebene anzukündigen. 

Obwohl das spanische Rechtssystem noch die Identifizierung von Ärzten und Patienten verlangt, ist die zugrunde liegende Logik dieselbe wie in Kalifornien: den Abbruch auf einen Konsumdienst zu reduzieren, der von jeder moralischen Verantwortung entkoppelt und aller realen Garantien für die Frau beraubt ist. Beide Fälle zeigen, wie die dominante Ideologie den Abbruch nicht nur als legal, sondern als unantastbar aufzuzwingen sucht, indem sie ihn mit Maßnahmen umgibt, die die Wahrheit verdunkeln, Widersacher zum Schweigen bringen und jede Spur sozialer Kontrolle eliminieren.

Die Ausbreitung der Kultur des Todes

Kalifornien bietet mit der AB-260 ein extremes Bild davon, was es bedeutet, Abtreibung als öffentliche Politik zu normalisieren: sie zu entpersonalisieren, sie vor Kritik abzuschotten und sie der Justiz unsichtbar zu machen. Spanien hingegen schreitet in dieselbe Richtung voran, unter einer Sprache der „Rechte“, die die Zerstörung unschuldigen menschlichen Lebens verhüllt. In beiden Kontexten ist die Logik identisch: Der Abbruch wird nicht als Drama dargestellt, sondern als administrativer oder pharmakologischer Vorgang, dem jede Humanität genommen wird.

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