Das Dekalog von Argüello gegenüber der Berufungskrise in Spanien

Das Dekalog von Argüello gegenüber der Berufungskrise in Spanien

Dieses Montag teilte Mons. Luis Argüello, Präsident der Spanischen Bischofskonferenz, ein Dekalog während des Nationalen Treffens der Delegierten für die Berufspastoral.

Der Prälat wies darauf hin, dass die Kirche in Spanien eine echte „Berufs- und Missionsnot“ durchlebt, und forderte eine pastorale Bekehrung, die die Zentralität des Rufes Gottes wiederherstellt.

Argüello warnte, dass die Berufskrise nicht nur eine Frage der Zahlen sei, sondern ein Spiegel einer tieferen Krise: einer Kultur, die lehrt, ohne Bezug zu Gott zu leben, und die Berufung auf ein bloßes ethisches oder sentimentales Ideal reduziert hat. Vor diesem Hintergrund schlug er einen Weg in zehn Schlüsselpunkten vor, die von Aciprensa gesammelt wurden und die das kirchliche Leben erneuern und den göttlichen Ruf in jedem Christen wieder entfachen sollen:

Das berufliche Dekalog

  1. Mission und Berufung vereinen: Es gibt keine Mission ohne Berufung und keine Berufung ohne Mission; beide Dimensionen sind untrennbar.
  2. Die Berufung als Gabe und Aufgabe leben: Das, was von Gott empfangen wird, wird zu einer Verantwortung gegenüber den anderen.
  3. Die „Pastoral der Werte“ überwinden: Die Berufung reduziert sich nicht auf menschliche Ideale, sondern ist ein reales Treffen mit dem Herrn.
  4. Eine berufliche Kultur pflegen: Jede Handlung der Kirche muss ein Raum des Rufes und der Antwort sein.
  5. Die berufliche Familie fördern: Keine Berufung wird in Einsamkeit gelebt, sondern in der Gemeinschaft und in der gesamten Kirche.
  6. Für die Reziprozität erziehen: Jede Berufung braucht die anderen; Priester, Geweihte und Laien bereichern sich gegenseitig.
  7. Die Berufspastoral organisieren: Es ist notwendig, diesem wesentlichen Bereich Struktur, Seele und Kontinuität zu geben.
  8. Zwischen Diözesen und kirchlichen Realitäten zusammenarbeiten: Bewegungen, Pfarreien und Gemeinschaften müssen gemeinsam im beruflichen Engagement voranschreiten.
  9. Die missionarische Dimension fördern: Jede authentische Berufung ist gesandt; die Mission ist nicht optional, sondern inhärent am Ruf.
  10. Das berufliche Feuer weitergeben: Jeder Gläubige ist gerufen, die Freude, Christus zu folgen und das Leben hinzugeben, anzustecken.

Eine integrale Strategie gegenüber der Krise

Für den Präsidenten der CEE darf dieses Dekalog nicht bei einer Erklärung der Absichten bleiben, sondern es verlangt eine tiefe Erneuerung der Pastoral und des kirchlichen Lebens. Die Berufskrise —warnte er— wird sich nicht mit isolierten Kampagnen lösen, sondern mit einer Kirche, die in der Schlüssel von Berufung und Mission lebt und der Welt zeigt, dass das Glück des Menschen darin besteht, den Plan Gottes für sein Leben zu entdecken.

Hilf Infovaticana, weiter zu informieren