Die Nonne Sor Lucía Caram ist die Protagonistin des Dokumentarfilms Ukraine, Widerstand und Hoffnung, dessen Premiere für den 23. Oktober bei Movistar Plus+ geplant ist. Die Produktion beleuchtet die Tragödie und die Hoffnung des ukrainischen Volkes durch seine Stimmen und Zeugnisse, begleitet von der humanitären Arbeit der Dominikanerin.
Ein Zeugnis von der menschlichen Front
Der Dokumentarfilm versetzt den Zuschauer vom Kloster Santa Clara (Manresa) in die Städte und Kriegsfronten der Ukraine und zeigt, was fernab der medialen Scheinwerfer geschieht: das Leben der Flüchtlinge, der Schmerz der Verletzten und der alltägliche Widerstand. Er bietet einzigartigen Zugang zu Bunkern und militärisch gesperrten Zonen mit Zeugnissen von Soldaten, Ärzten, ehemaligen Kriegsgefangenen und vertriebenen Familien.
Solidarität und Engagement
Sor Lucía Caram hat seit Beginn der Invasion mehr als 36 humanitäre Expeditionen in die Ukraine geleitet. Laut der Produktion hat sie über 158 Krankenwagen, 60 Pick-up-Fahrzeuge, 3 Feldlazarette, Tonnen von Medikamenten und Generatoren mobilisiert sowie Obdach und medizinische Versorgung für mehr als 90 Verletzte und Dutzende von Familien in Spanien gewährt, einschließlich von 527 Kindern.
Der Dokumentarfilm enthält Auftritte der spanischen Verteidigungsministerin Margarita Robles sowie die Begegnungen von Sor Lucía mit Präsident Wolodymyr Selenskyj und Papst Franziskus. Der Film zeigt auch den Einsatz neuer Technologien wie Drohnen an der Front, die scheinbare Normalität in Städten wie Kiew und Lwiw tagsüber und das nächtliche Chaos, das durch die Luftalarme ausgelöst wird.
Eine Premiere mit Erwartungen
Ukraine, Widerstand und Hoffnung wird ab dem 23. Oktober bei Movistar Plus+ zu sehen sein. Der Film, produziert von Themoff in Zusammenarbeit mit Movistar Plus+, präsentiert sich als menschliches und emotionales Narrativ, das eine Botschaft der Hoffnung inmitten der Verwüstungen des Krieges vermitteln möchte.
Sor Lucía Caram: ein kontroverses Profil
Sor Lucía Caram hat sich zu einer der medialsten Nonnen Spaniens entwickelt. Die Dominikanerin argentinischer Herkunft ist durch ihre Teilnahme an Fernsehsendungen, kontroverse Aussagen und einen Stil geprägt, der sie ins Zentrum des Debatten platziert hat. Mehrmals hat sie fundamentale Wahrheiten des katholischen Glaubens in Frage gestellt, wie die Jungfräulichkeit Marias, und sich offen für progressive politische und soziale Positionen ausgesprochen.
Ihr Profil, das humanitäres Handeln mit ständiger medialer Präsenz verbindet, erzeugt Sympathie in bestimmten Kreisen, stößt aber auch auf Kritik bei Katholiken, die in ihr ein Beispiel für doktrinäre Verwirrung sehen. Die Premiere dieses Dokumentarfilms stärkt ihre öffentliche Figur in einer Zeit, in der die Kirche vor der Herausforderung steht, die Klarheit ihrer evangelischen Botschaft gegenüber medialen Diskursen zu wahren, die, obwohl mit Mitgefühl umkleidet, nicht immer die perennierende Lehre des Glaubens widerspiegeln. Wir warten gespannt auf den Dokumentarfilm.