Das Bistum Vic hat den argentinischen Priester Gustavo Lombardo, Pfarrer der Virgen de la Merced in Manresa und Mitglied des Instituts des Inkarnierten Wortes, für seine Nachrichten in sozialen Medien und Predigten gerügt, in denen er offen die biblische Lehre über Mann und Frau verteidigt und die Gender-Ideologie, die LGTB-Lobby und den Kommunismus anprangert.
Eine Rüge für die Lehre der biblischen Doktrin
Der Generalvikar von Vic, Josep Maria Riba, erklärte, dass „die persönlichen Handlungen dessen, was man denkt, nicht über die diözesanen Handlungen hinausgehen können“. Mit diesen Worten begründete er die Verwarnung des 45-jährigen Priesters, der in einer seiner Meditationen die Erzählung aus der Genesis erinnerte: Gott, der sah, dass es nicht gut war, dass der Mann allein sei, schuf die Frau als „eine geeignete Hilfe“.
Lombardo betonte, dass dieser Ausdruck keine Unterordnung oder Minderwertigkeit bedeute, sondern eine wesentliche Komplementarität: Mann und Frau haben unterschiedliche Rollen, sind aber berufen, im Plan Gottes zusammenzuarbeiten. „Der Mann gibt der Frau ein Haus, die Frau gibt ihm ein Zuhause zurück“, fasste der Pfarrer zusammen. In diesem Sinne zitierte er Papst Johannes Paul II. in Laborem exercens (Nr. 19), wo er warnt, dass die Förderung der Frau nicht die Verzicht auf ihren spezifischen Charakter bedeuten kann und der Familie nicht schaden darf.
Der Bürgermeister von Manresa, Marc Aloy, bat sogar um eine Audienz beim Bischof Romà Casanova, um das Unbehagen eines Teils der Bürger zu übermitteln. Das Bistum bestätigte, dass „mit dem Betroffenen und seinem religiösen Vorgesetzten gesprochen wurde“, und schloss damit den Vorfall ab.
Nachrichten gegen die Gender-Ideologie und den Kommunismus
Neben seiner Reflexion über die Frau hat der Priester die Gender-Ideologie und den LGTB-Aktivismus mit Nachdruck in Frage gestellt. „Die LGTB-Agenda ist gegen Gott, weil sie gegen die menschliche Natur ist, und indem sie gegen die menschliche Natur ist, öffnet sie die Türen für das Diabolische“, versicherte er.
Er hat auch nicht gezögert, vor dem Kommunismus zu warnen, indem er an die religiöse Verfolgung während des Spanischen Bürgerkriegs erinnerte: „Wenn er könnte, würde er uns töten wie im Jahr 36“. Diese Worte haben ihn in den Mittelpunkt der Kontroverse gestellt.
Eine unbequeme Stimme in Manresa
Mit Tausenden von Followern auf Instagram, Telegram, YouTube und in seinem eigenen Blog hat Pater Lombardo zu einer einflussreichen Figur im digitalen Bereich geworden. In Manresa hatte er bereits Kontroversen ausgelöst, indem er die diabolische Last der ‚Correfocs‘ während der Volksfeste anprangerte.
Vor drei Jahren organisierte er auf dem Platz Valldaura einen „Rosenkranz der Männer“, mit dem Ziel, „die Männlichkeit wiederzuerlangen“, eine Initiative, die auch in bestimmten progressiven Sektoren Kritik hervorrief. Für viele Gläubige repräsentieren seine Worte jedoch doktrinale Klarheit in einer Zeit, in der die Kirche kulturellen und politischen Druck erleidet, um ihre Lehre zu verwässern.
Quelle: Vida Nueva Digital / Razón+Fe
