Warum hat León XIV Allen für sein Interview gewählt?

Warum hat León XIV Allen für sein Interview gewählt?

Según einem Artikel, der von La Nuova Bussola Quotidiana veröffentlicht wurde, stellt die kürzliche Biografie von León XIV, die ein langes Interview mit dem Pontifex enthält und unter Katholiken Überraschung und Kritik hervorgerufen hat, sowohl die Gelegenheit dieser Veröffentlichung als auch die Art und Weise ihrer Durchführung in Frage und argumentiert, dass das Buch mit dem Interview mit dem Papst vermieden werden hätte können, warum?

Das Vorbild von Francisco und die „Verwirrung der Interviews“

Das italienische Medium erinnert daran, dass eines der kontroversesten Aspekte des Pontifikats von Francisco seine – autorisierten – Interviews waren, die zu Missverständnissen, Polemiken und Widersprüchen führten. Diese Interventionen, insbesondere die mit Eugenio Scalfari, wurden zu einem „Magisterium der Verwirrung“, das die Figur des Papstes schwächte und ihn, dem Artikel zufolge, zu einem „Meinungsäußerer“ mehr reduzierte.

Im Gegensatz dazu hatte León XIV von Anfang an einen zurückhaltenden, maßvollen und bedachten Stil in seinen Worten gezeigt und vage oder skandalöse Aussagen vermieden. Deshalb überrascht es, dass er sein Pontifikat damit begonnen hat, an einem Buch-Biografie mit Interview teilzunehmen, was vom bisherigen Weg abzuweichen schien.

Eine einzigartige Biografie mit vielen Fragen

Das Buch mit dem Titel León XIV, ciudadano del mundo, misionero del siglo XXI (Penguin) wurde von der US-amerikanischen Journalistin Elise Ann Allen verfasst und in Peru ausschließlich auf Spanisch präsentiert. Es handelt sich um das erste Buch-Interview mit einem Papst, das in einer einzigen Sprache und fern von Rom veröffentlicht wurde, obwohl das Original auf Englisch war. Für die Redaktion ist diese Wahl „kurios und beispiellos“, schwer nur als Hommage an das Land zu rechtfertigen, in dem der Papst Missionar und Bischof war.

Zusätzlich wird hervorgehoben, dass der Papst noch keine Schlüsselentscheidungen zu brisanten Themen getroffen hat – LGBTQ, China, das Synode, die Messe Vetus Ordo, sexuelle Missbrauchsfälle, das Kirchenrecht – und dass es klüger gewesen wäre, mit einem solchen Interview zu warten.

Das Gewicht der Beziehung zur Journalistin

Die Redaktion betont, dass die Wahl von Allen als Autorin nicht zufällig ist, da die Journalistin eine freundschaftliche Beziehung zum Pontifex pflegt, die im Kontext des Kampfes gegen das Sodalitium Christianae Vitae (SCV), eine peruanische apostolische Lebensgemeinschaft, die von Francisco nach Enthüllung schwerer Missbrauchsfälle aufgelöst wurde, entstanden ist.

Allen war zudem bis 2013 Mitglied des SCV, und das, dem Artikel zufolge, kann ihren Bericht nicht unbeeinflusst lassen. Das Buch widmet diesem Fall und den Vorwürfen, die den damaligen Kardinal Robert Prevost, den aktuellen Präfekten des Dikasteriums für die Bischöfe, streiften, einen wichtigen Raum. Die Autorin verteidigt, dass Prevost richtig gehandelt hat, indem er die Denunziationen sammelte, die Opfer an psychologische Beratung überwies und die Dokumentation nach Rom sandte.

Der Text schließt mit der Feststellung, dass man überprüfen muss, ob das Engagement des Papstes in Taten umgesetzt wird, und erinnert daran, dass der Skandal um den Fall Rupnik als entscheidende Prüfung der Glaubwürdigkeit der Kirche in diesem Bereich weiter offen ist.

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