Der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger wird vom 1. bis 3. Oktober an der Konferenz „Raising Hope for Climate Justice“ teilnehmen, die vom Papst Leo XIV in Castel Gandolfo einberufen wurde. Das Ereignis, das mit dem zehnten Jahrestag der Enzyklika Laudato Si’ zusammenfällt, zielt darauf ab, religiöse, politische und soziale Führer zusammenzubringen, um eine globale Reaktion auf die Klimakrise voranzutreiben.
Es wird die zweite Gelegenheit sein, bei der der Protagonist von Terminator einem Pontifex begegnet. Im Jahr 2017 begrüßte er Papst Franziskus im Paulus-VI.-Saal des Vatikans während einer Generalaudienz.
Ein Schauspieler mit Umweltdiskurs
Über seine Karriere in Hollywood hinaus ist Schwarzenegger seit mehr als 20 Jahren in den Kampf gegen die Verschmutzung involviert. Während seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien förderte er wegweisende Gesetze wie den Global Warming Solutions Act und die Million Solar Roofs Initiative, die den Bundesstaat zu einem Vorreiter in sauberen Energien machten.
Nach dem Verlassen der Politik gründete er die Schwarzenegger Climate Initiative mit Sitz in Wien, von wo aus er den jährlichen Gipfel Austrian World Summit organisiert und Projekte für Klimaschutz finanziert. Sein Motto „weniger Worte, mehr Taten“ hat ihn zu einer einflussreichen Figur im internationalen Umweltschutz gemacht.
Drei Tage Debatten und Veranstaltungen im Vatikan
Die Konferenz Raising Hope for Climate Justice wird am 1. Oktober mit einer Veranstaltung eröffnet, die vom Papst Leo XIV geleitet wird, an der auch die brasilianische Umweltministerin Marina Silva, die Präsidentin der Focolar-Bewegung Margaret Karram und die Direktorin der Laudato-Si’-Bewegung, Lorna Gold, sowie der bereits erwähnte Schwarzenegger teilnehmen werden.
Am 2. Oktober wird der brasilianische Kardinal Jaime Spengler, Präsident der Brasilianischen Bischofskonferenz und von CELAM, den zentralen Vortrag mit dem Titel „Ein Grund zur Hoffnung“ halten. Am 3. Oktober wird sich der Tag praktischen Vorschlägen widmen, um Laudato Si’ umzusetzen und die nächste COP30 in Brasilien vorzubereiten.
Eine globale Liste von Teilnehmern
Das Programm umfasst herausragende Persönlichkeiten wie den Kardinal Michael Czerny, Präfekten des Dikasteriums für die integrale menschliche Entwicklung; den argentinischen Ökonomen Martín Guzmán; die Klimatologin Katharine Hayhoe; den Generalsekretär von Caritas Internationalis, Alistair Dutton; und die indigene amazonische Führerin Patricia Gualinga. Auch Aktivisten, Akademiker und Verantwortliche internationaler Organisationen werden anwesend sein.
Die Organisatoren betonen, dass das Ziel darin besteht, die Früchte von Laudato Si’ zu feiern, konkrete Verpflichtungen von religiösen und politischen Führern zu mobilisieren und die langfristige Zusammenarbeit zwischen Kirche, Zivilgesellschaft und Regierungen zu fördern.
Ein „entscheidender Moment“
Die Organisation selbst stellt das Treffen als Schlüsselmoment dar: ein Jahr der Jahrestage —Laudato Si’, das Pariser Abkommen und das Heilige Jahr 2025— inmitten einer Abfolge extremer Wetterphänomene, die Millionen von Menschen betreffen.
„Diese Welt braucht Schönheit, um nicht in die Verzweiflung zu geraten“, erinnerte kürzlich der Papst, indem er den heiligen Paulus VI. zitierte. Castel Gandolfo wird für drei Tage der Schauplatz sein, an dem die Kirche Hoffnung angesichts der ökologischen Krise bieten möchte.
Der Heilige Stuhl als globalistische Plattform
Die Initiative zeigt, wie die Kirche das Evangelium in politische und umweltbezogene Diskurse auflöst. Die Anwesenheit ziviler Führer und eines Schauspielers, der zu einem Referenzpunkt des medialen Ökologismus geworden ist, verstärkt eine säkulare Agenda unter dem Schirm des Glaubens.
Die Mission der Kirche ist nicht, Klimaprogramme zu fördern, sondern Christus zu verkünden und die Wahrheit des Evangeliums zu verteidigen. Die Sorge um die Schöpfung ist Teil der katholischen Lehre, aber wenn vatikanische Foren zu Plattformen globalistischer Propaganda werden, wird die spirituelle Botschaft instrumentalisiert.